Tobias Johren und "Die Kunst des Feldspiels"

Buchtipp der Redaktion

Passend zur Frankfurter Buchmesse - auf der auch in diesem Jahr wieder unzählige Lesebegeisterte erwartet werden - haben sich unsere Redakteure ihre Lieblingsbücher vorgenommen, um sie Ihnen vorzustellen. Sportredakteur Tobias Johren empfiehlt "Die Kunst des Feldspiels" von Chad Harbach.

DORTMUND

, 21.10.2016, 12:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Buchtipps aus unserer Redaktion.

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„Es war immer etwas Unnahbares in seinen Augen, wie bei einem Solisten, der so sehr eins mit der Musik ist, dass man nicht zu ihm durchdringt. Hierher könnt ihr mir nicht folgen, schienen die blassblauen Augen zu sagen. Ihr werdet niemals wissen, wie das ist“.

Die blassblauen Augen gehören Henry Skrimshander. Der Gott des Baseballs hat ihm ein Geschenk in die Wiege gelegt: Der schmächtige, unscheinbare Junge aus der amerikanischen Provinz ist eines der größten Talente seit Jahrzehnten. Lange verläuft sein unaufhaltsam anmutender Aufstieg wie im Bilderbuch, doch dann geht ein einfacher Wurf daneben – und es beginnt eine neue Phase in Henrys Leben. Der Hochbegabte erlebt eine Zeit des Zweifelns, die nicht enden will.

Ein großer Wurf

„Die Kunst des Feldspiels" von Chad Harbach mag nach einer abgedroschenen Sportlersaga klingen: vom Underdog, zum Superstar, zum Versager. Doch der Debütroman Harbachs ist deutlich mehr, er ist ein 608 Seiten schweres Meisterwerk über die Vorstellung von Perfektion, über Zufall, über die Rätsel des Lebens.

„Die Kunst des Feldspiels“ geht über einen reinen Sportroman hinaus. Dieses Buch stellt die richtigen Fragen zur richtigen Zeit – und es lässt einige davon richtigerweise unbeantwortet. Warum verliert Henry Skrimshander, der Junge mit dem gesegneten Arm, auf einmal seine Sicherheit? Warum scheint sein Talent auf einmal wie wegradiert? Und warum läuft es so oft anders, als es alle um einen herum erwarten?

Informationen zum Buch
Chad Harbach: Die Kunst des Feldspiels, 608 Seiten, DUMONT, 9,99 Euro, ISBN 978-3-8321-9626-4.

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