Triumph der Fantasie: Die Kunstpreis-Schau im MKK

Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Fantastische Welten warten auf die Besucher der DEW21-Kunstpreis-Ausstellung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte an der Hansastraße 3. Seit Samstag ist sie dort zu sehen, bei freiem Eintritt bis zum 26. Oktober. Wir haben uns umgeschaut.

DORTMUND

, 20.09.2014, 14:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

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DEW21-Kunstpreis: Gedanken von schlicht bis üppig

Elf Künstler mit schönen, verrückten und umwerfenden Ideen sind zu sehen in der Ausstellung des DEW21-Kunstpreises, außerdem eine Einzelschau der Vorjahressiegerin. Bis 26. Oktober sind die höchst unterschiedlichen Werke im Museum für Kunst und Kulturgeschichte an der Hansastraße 3 zu sehen. Der Eintritt ist frei.
19.09.2014
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Ein Wald aus vielen Einzelteilen, die Anja Warzecha an langen Schrauben in den Raum ragen lässt: Der plastische Effekt wird besonders deutlich, wenn man zuerst von Nahem, dann von Weitem auf das Wandbild schaut.© Foto: Tilman Abegg
Ganz ähnlich ist der Effekt bei dem zweiten Weg von Warzecha, das in der Schau hängt. Dieses Bild ist allerdings auf eine Fläche gemalt und nicht dreidimensional, auch wenn es so aussieht.© Foto: Tilman Abegg
Die knalligsten Fraben der Schau: Cornelius Grau gestaltet eine größere Ecke des Schauraumes...© Foto: Tilman Abegg
...wie ein Kinderzimmer, durch eine gesprungene Comic-Brille gesehen. Der gelbe Fleck vorne links ist übrigens der Lichtschein der Lampe.© Foto: Tilman Abegg
Verrückt und großartig: Die Textanalyse-Maschinen von Erich Füllgrabe.© Foto: Tilman Abegg
Mit diesen Maschinen lassen sich zum Beispiel die bisher unbekannten "dunklen Lettern" messen, eine Art literarische Antimaterie, die den Sinn zwischen den Zeilen transportiert.© Foto: Tilman Abegg
Für seine höchst komplexe Pseudo-Physik hat Füllgrabe Schaubilder entworfen. Die Texte darauf lesen sich wie Erklärungen, erklären aber nichts wirklich. Dafür gewähren sie Einblicke in eine fantastische Gedankenwelt.© Foto: Tilman Abegg
Sieht sehr nützlich und wichtig aus, ist es aber null komma garnicht: Ein Untersuchungskoffer (?) von Erich Füllgrabe.© Foto: Tilman Abegg
In einem Flugzeug, das Parabelflüge fliegt, hat Nadja Verena Marcin sich gefilmt. Während sie schwerelos in der Kabine schwebt, rezitiert sie Nietzsche.© Foto: Tilman Abegg
Fast zu schön, um wahr zu sein, sind die beiden Werke von Maria Gerdwilker. Hier eine wolkenumwehte Bergspitze...© Foto: Tilman Abegg
...und hier ein Rundbild namens "Schüchterner Regenbogen".© Foto: Tilman Abegg
Eine größere Einzelausstellung im hinteren Teil der Schauhalle gehört Lisa Domin, der letztjährigen Preisträgerin. Das Foto neben ihr zeigt die alte 16-Millimeter-Kamera, mit der sie die meisten ihrer Filme aufnimmt.© Foto: Tilman Abegg
Als sie in Island war, hat sie tagebuchartige Texte nah am Nonsens geschrieben. Auf einer alten Schreibmaschine, weil "es als Künstler schon darum geht, sich auf eine Sache wirklich zu fokussieren".© Foto: Tilman Abegg
Butter in einer Tasse: Zufallsfoto von Lisa Domin.© Foto: Tilman Abegg
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Die Ausstellung der elf für den Kunstpreis Nominierten führt tief in die Gedankenwelten der Künstler, mit Witz und Ideen auf sehr hohem Niveau. Auch die Hängung und Anordnung der Werke macht Spaß: Durch direkte Nachbarschaften treten Parallelen deutlicher hervor ebenso wie erfrischende Kontraste.

Die Jury wählte Anettz Frontzeck mit ihrer Reihe "Ostseeklang" zur diesjährigen Siegerin. Sie erhält den Hauptpreis: 10.000 Euro und eine Einzelausstellung im kommenden Jahr. Den Förderpreis für Künstler bis 30 Jahre geht an Maria Gerdwilker. Sie erhält 2500 Euro.

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