Überman

Tommy Jaud

Im ersten Band "Vollidiot" lernte das Publikum Tommy Jauds kauzigen Helden Simon Peters kennen, in der Fortsetzung "Millionär" wurde der Beschwerde-Junkie Peters reich - doch in "Überman" ist es damit vorbei. Die Million, die er im Vorgänger-Roman gemacht hatte, ist futsch.

von Von Britta Helmbold

, 19.11.2012, 11:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Überman

Denn Jauds Antiheld hatte auf seinen griechischen Anlageberater Sarantakos gehört und in rumänische Mischwälder und geleaste brasilianische Triebwerke investiert. Nun bleiben nur noch acht Tage um die Außenstände beim Finanzamt, nicht ganz eine Million Euro, zu begleichen. Die Finanzkrise ist also auch bei diesem unkonventionellen Typen angekommen.Neue Klage-Idee Doch Jaud reicht dieses Szenario noch nicht, seine Freundin hat ihren Job gekündigt und will mit einem Weinstudium, das Peters bezahlen soll, beginnen, doch selbst auf Karte bekommt Peters keine Kohle mehr. Fantasie ist gefragt und die hat Jaud ohne Zweifel. Wie wäre es, Oliver Jamie zu verklagen, da es unschaffbar ist seine 30-Minuten-Menüs in dieser Zeit zu zubereiten. Sein Anwalt ist nicht wirklich überzeugt von dieser Peters-Idee.

Also sucht er weiter nach Möglichkeiten, an Geld zu kommen. Zum Beispiel mit "Der Angst der Anderen", denn laut Maya-Kalender gibt´s ja am 21. Dezember 2012 den Weltuntergang. Auch will er sich mit seinen vergrätzen Freunden wieder vertragen und sperrt sie bunkermäßg in einem Weinkeller ein. Wie immer erzählt Jaud in Comedy-Manier, doch die Weltuntergangs-Nummer gerät etwas lang und das glückliche Ende wirkt aufgesetzt.

Tommy Jaud: Überman, Scherz, 16,99 Euro, ISBN 978-3-651-00032-2.

 

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