Ideen gesucht: So können Bürger zu Unnas neuem Klimaschutzplan beitragen

Klimaschutz

In die Klimaschutzaktivitäten in Unna soll neuer Schwung kommen. Als Erstes sind jetzt die Ideen der Bürger gefragt. So können sie sich einbringen.

Unna

, 29.04.2021, 20:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mehr entsiegelte Flächen und Blühstreifen, weniger Autoverkehr, mehr Menschen auf Rädern und zu Fuß... Welche weiteren Ideen gibt es, um Unna klimafreundlicher zu machen?

Mehr entsiegelte Flächen und Blühstreifen, weniger Autoverkehr, mehr Menschen auf Rädern und zu Fuß... Welche weiteren Ideen gibt es, um Unna klimafreundlicher zu machen? © picture alliance/dpa

Mit einer Videokonferenz hat die Stadt Unna den Startschuss gegeben für eine Fortschreibung ihres Klimaschutzkonzeptes. Wie muss sich Mobilität verändern, wie Stadtentwicklung? Wie können die Menschen zu einem umweltfreundlichen Lebensstil animiert werden? Die Teilnahme an der Auftaktkonferenz lässt hoffen, dass sich nun in einem ersten Beteiligungsschritt viele Menschen mit Ideen einbringen. Dazu dient ein Internet-Werkzeug.

Funktioniert auch auf dem Smartphone: Die Ideenkarte braucht mitunter einen Moment zum Laden, lässt sich dann aber recht einfach bedienen.

Funktioniert auch auf dem Smartphone: Die Ideenkarte braucht mitunter einen Moment zum Laden, lässt sich dann aber recht einfach bedienen. © Raulf

Auf der Internetseite der Stadt Unna www.unna.de gibt es jetzt eine Ideenkarte, die für jedermann nutzbar ist. „Wir hoffen, dass sich die Karte nach und nach mit Ideen füllt“, sagte Unnas Klimamanager Thomas Heer am Mittwochabend im Rahmen der Klimaschutzkonferenz mit rund 50 Teilnehmern.

Ideensammlung bis Ende Mai

Bis Ende Mai ist die Karte im Internet für die Nutzung freigeschaltet. Jeder, der eine Anregung zum Klimaschutz hat, kann sie in den digitalen Stadtplan eintragen. Es stehen sechs Kategorien zur Auswahl:

  • Energieeffizient bauen und sanieren,
  • Erneuerbare Energien,
  • gute Beispiele,
  • Klimafolgenanpassung,
  • Mobilität und Verkehr sowie
  • Sonstiges.

Erste Einträge sind bereits vorhanden. So wird beispielsweise „Erhalt und Pflege des Kurparks“ vorgeschlagen, ebenso wie „Mehr Grün in der Innenstadt“ oder Projekte wie „Urban Gardening“, „Wildblumenstreifen“ oder „Blumenampeln“. Ein Ideenlieferant kann seinen Eintrag mit einem Kommentar und einem Foto versehen. Alle Einträge würden letztlich einfließen in einen „Ideenpool“ für das Klimakonzept, so Heer.

Bürgermeister Dirk Wigant (r.) begrüßte gemeinsam mit Umweltamtsleiter Rolf Böttger (l.) und Unnas Klimaschutzmanager Thomas Heer zur Videokonferenz.

Bürgermeister Dirk Wigant (r.) begrüßte gemeinsam mit Umweltamtsleiter Rolf Böttger (l.) und Unnas Klimaschutzmanager Thomas Heer zur Videokonferenz. © Stadt Unna

Der Klimamanager verwies ebenso wie Bürgermeister Dirk Wigant auf Projekte, die in Unna bereits umgesetzt wurden, teils schon vor einigen Jahren. Als ein Meilenstein, der immer wieder genannt wird, gilt der „European Energy Award“, ein Projekt, in dem Unna inzwischen aufgrund erreichter Punktzahl den Silber-Status erreicht. „Gold“ ist das Ziel.

Klimaprojekte: Stadt will mehr Punkte sammeln

In die Punktzählung fließt neben vielen anderen Dingen beispielsweise die Umstellung der Straßenlaternen auf LED-Technik ein. Klimamanager Heer rechnete vor, man habe durch diese sparsameren Leuchten den Energieverbrauch um 38 Prozent senken können. Dies entspreche einer CO2-Einsparung von über 600 Tonnen. Heer rechnete weiter: Würde man versuchen, diese Menge an klimaschädlichem Gas über die Pflanzung von Bäumen zu kompensieren, müssten rund 50.000 Buchen gepflanzt werden.

Mit der Ideenkarte, demnächst mit weiteren Projekten zur Vernetzung und Beteiligung, soll das Klimaschutzkonzept gefüllt werden. Auf dem bisher Erreichten dürfe Unna sich nicht ausruhen, sagte Bürgermeister Dirk Wigant. „Es muss darum gehen, was wir gemeinsam für eine klimagerechte Zukunft machen können. Denn Klimaschutz betrifft uns alle.“

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