US-Regierung will Corona-Kosten für Nicht-Krankenversicherte übernehmen

Coronavirus

Die USA arbeiten an der Bereitstellung von Corona-Hilfsgeldern: Rund 30 Millionen Amerikaner sind nicht krankenversichert. Zudem wird eine Empfehlung zum Tragen eines Mundschutzes angedacht.

Washington

03.04.2020, 08:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mike Pence, Vizepräsident der USA, spricht im Weißen Haus über das Coronavirus.

Mike Pence, Vizepräsident der USA, spricht im Weißen Haus über das Coronavirus. © Alex Brandon/AP/dpa

Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung sollen nach dem Willen des Weißen Hauses nicht für eine Behandlung wegen einer etwaigen Covid-19-Behandlung bezahlen müssen.

US-Regierung will Behandlungskosten übernehmen

US-Vizepräsident Mike Pence sagte am Donnerstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus: „Wir wollen, dass kein Amerikaner sich Sorgen machen muss darüber, einen Test oder eine Behandlung zu bekommen.“

Präsident Donald Trump habe die Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weißen Haus angewiesen, Wege zu finden, wie die Regierung für Behandlungen der rund 30 Millionen nicht krankenversicherten Amerikaner bezahlen könne. Man arbeite an einem Vorschlag für Trump, wie Coronavirus-Hilfsgelder dafür verwendet werden könnten, die Krankenhäuser direkt zu bezahlen.

US-Regierung will Tragen von Mundschutz empfehlen

Die US-Regierung will zudem ihren Bürgern das Tragen eines Mundschutzes empfehlen. Eine neue Richtlinie dazu werde derzeit ausgearbeitet, erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus informierten Kreisen. Gelten soll die Empfehlung demnach zunächst für Menschen in jenen Teilen des Landes, in denen es besonders viele Fälle des neuartigen Coronavirus gibt.

Normalbürger sollen den Angaben zufolge aufgerufen werden, Nase und Mund mit nicht-medizinischen Masken, Schals oder Tüchern abzudecken, unter anderem wenn sie einkaufen gehen.

Medizinische Gesichtsmasken, die vielerorts knapp sind, sollen für jene reserviert bleiben, die in direktem Kontakt mit Kranken sind, also vor allem das Personal in den Kliniken.

Präsident Donald Trump hatte zu der Frage nach Gesichtsmasken bereits am Dienstag gesagt, er sei grundsätzlich für einen Mundschutz, denke aber, dass ein Schal besser sei als eine Gesichtsmaske, die anderswo gebraucht werde.

WHO beharrt auf Position, dass Masken-Tragen für Gesunde nicht nötig sei

In vielen Staaten wird über eine Empfehlung zum Tragen von Gesichtsmasken diskutiert, um die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 einzudämmen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO beharrt nach wie vor auf ihrer Position, dass das für Gesunde nicht nötig sei.

In den USA wollte das Institut für Infektionskrankheiten eigentlich dazu raten, dass so gut wie alle Amerikaner einen Mundschutz tragen, wie aus einem Entwurf hervorgeht, über den AP informiert wurde. Die Richtlinie wurde aber demnach nach internen Diskussionen auf die besonders betroffenen Gebiete reduziert. Die offizielle Bekanntgabe dazu könnte es am Freitag geben.

RND/dpa/AP

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