Vier Macher, vier Wege - ein Kurzfilm

Dortmunder FH-Studenten bei Filmfestival

OBERHAUSEN/DORTMUND. Erst bekamen sie von ihren Dozenten die Bestnote -- und jetzt haben es vier Dortmunder FH-Studenten mit ihrem Kurzfilm "Macht und Ohnmacht" sogar zum Festival nach Oberhausen geschafft. Dabei war das Projekt laut dem Team eine "schwere Geburt".

von von Kai Uwe Brinkmann

, 06.04.2011, 18:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Szene aus dem Kurzfilm "Macht und Ohnmacht".

Szene aus dem Kurzfilm "Macht und Ohnmacht".

An einer Raststätte kreuzen sich ihre Wege: Mehrere Menschen werden Zeuge, wie ein weinendes Mädchen in ein Auto gezerrt wird. Bevor jemand eingreifen kann, braust der Wagen davon. "Macht und Ohnmacht" heißt der Film, mit dem vier Studenten der Dortmunder Fachhochschule im NRW-Wettbewerb der Kurzfilmtage vertreten sind."Stolz wie Oskar" "Wir sind stolz wie Oskar, dass wir zum Festival eingeladen sind", freut sich Gunar Meinhold (31, Foto), der wie Tilo Hauke, Luise Schröder und Dominik Leube an der FH Kamera studiert. In Oberhausen dabei zu sein, stärke das Selbstbewusstsein mindestens so wie die Bestnote, mit der "Macht und Ohnmacht" von den Dozenten bewertet wurde.Knappes Budget Die vier Studenten teilten sich Drehbuch, Kamera, Regie. "Wir dachten uns, gemeinsam sind wir stärker", sagt Gunar Meinhold, gibt aber zu, dass das Projekt "eine schwere Geburt" war. Sechs Drehtage, Ausrüstung von der Schule, ein knappes Budget (4000 Euro), in dem neben Mitteln der FH auch Geld der Macher steckt.30 Schauspieler zum Casting 100 Schauspieler antworteten auf eine Branchenanzeige. 30 wurden zum Casting nach Dortmund eingeladen, wo Spontanietät und Improvisation gefragt waren. Gedreht wurde am Autohof in Hamm und in Belgien, "weil dort die Autobahn nachts beleuchtet ist" so Gunar Meinhold: "Da konnten wir ohne Zusatzlicht semidokumentarisch drehen."Vier Handlungsstränge Jeder der vier inszenierte einen Handlungsstrang und bediente bei einem anderen die Kamera. Viel Arbeit entfiel auf den Schnitt, bis eine 14-minütige Version die gewünschte Intensität hatte. Damit stellen sich die Filmemacher am 7. Mai (14.30 Uhr) in der Oberhausener "Lichtburg" vor. Na denn - toitoitoi! 

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