Von Max über Mecki bis Mangas

Ludwiggalerie Oberhausen

Max und Moritz grinsen den Besucher verschmitzt an, das kleine Arschloch streckt frech die Zunge heraus. Aber Mecki schaut freundlich drein: So unterschiedlich die Comichelden ihrem Betrachter begegnen, eins haben ihre Geschichten gemeinsam: Sie machen Spaß.

OBERHAUSEN

, 11.09.2014, 17:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit ihrer Erfindung ging es auch in Deutschland mit den Comics los.

Mit ihrer Erfindung ging es auch in Deutschland mit den Comics los.

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Streich auf Streich

Mit der Ausstellung "Streich auf Streich" zeigt die Ludwiggalerie in Oberhausen 150 Jahre deutschsprachige Comics seit Max und Moritz.
11.09.2014
/
Reinhold Escher zeichnete die Comics des Igels Mecki für die Zeitschrift "Hörzu".© Foto: Reinhold Escher
Die Geschichten von Max und Moritz sind der erste Streich von insgesamt 15, die die Ludwiggalerie in Oberhausen zeigt.© Foto: Wilhelm-Busch-Museum
"Vater und Sohn" ist der noch heute bekannteste Comic der Zwischenkriegsjahre.© Foto: Wilhelm-Busch-Museum
Die Geschichten von Max und Moritz sind der erste Streich von insgesamt 15, die die Ludwiggalerie in Oberhausen zeigt.© Foto: Wilhelm-Busch-Museum
Oskar, der Familienvater, entstand in den 1950er-Jahren.© Foto: Cefischer
"Der bewegte Mann" ist auch in der Ausstellung zu sehen© Foto: Ralf König
"Kleines Arschloch" ist ein moderner Meilenstein.© Foto: Walter Moers
Die große Initialzündung für eigenproduzierte deutsche Comic-Strips war die Veröffentlichung von "Der Exlibris" von Ulf K. 2000 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.© Foto: Ulf K.
Timo Wuerz gestaltet Projekte wie "Black Metal".© Foto: Timo Wuerz
"Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" gestaltete Ulli Lust von 2005 bis 2009.© Foto: Ulli Lust
Reinhard Kleists "Cash" wurde mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet.© Foto: Reinhard Kleist
"Packeis" von Simon Schwartz wurde mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet.© Foto: Simon Schwartz
Martina Peters ist eine von vielen jungen Frauen, die Mangas zeichnet. Ihre Werke sind neben einigen weiteren in der Ausstellung zu sehen.© Foto: Martina Peters
"Bubbles" von Hendrik Dorgathen ist in der unteren Etage der Galerie zu sehen.© Foto: Hendrik Dorgathen

Verleger Kaspar Braun griff zu und so wurde „Max und Moritz“ die erste direkt als gebundenes Werk erschienene Bildergeschichte. Fein säuberlich mit Bleistift geschrieben und gezeichnet erzählt Busch das grausige Treiben der Jungen mit der Witwe Bolte und Lehrer Lämpel. Sogar in Amerika schlug die Geschichte von Busch Wellen. Er solle „etwas, wie Max und Moritz kreieren“, beauftragte ein Verleger den norddeutschen Rudolph Dirks. „The Katzenjammer Kid“ entstand. Ende des 19. Jahrhunderts begannen Comics, die Satiremagazine zu prägen, kommentierten Zustände humorvoll bis beißend, wie in den Bilderserien zu sehen ist. Sein Massenpublikum fand der Comic nach dem Zweiten Weltkrieg in Zeitungen und Zeitschriften. Hier trifft man in der Schau auf alte Bekannte wie Meisterdetektiv Nick Knatterton und natürlich Igel Mecki, der mal Wintersport treibt oder Robinson spielt.

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Streich auf Streich

Mit der Ausstellung "Streich auf Streich" zeigt die Ludwiggalerie in Oberhausen 150 Jahre deutschsprachige Comics seit Max und Moritz.
11.09.2014
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Reinhold Escher zeichnete die Comics des Igels Mecki für die Zeitschrift "Hörzu".© Foto: Reinhold Escher
Die Geschichten von Max und Moritz sind der erste Streich von insgesamt 15, die die Ludwiggalerie in Oberhausen zeigt.© Foto: Wilhelm-Busch-Museum
"Vater und Sohn" ist der noch heute bekannteste Comic der Zwischenkriegsjahre.© Foto: Wilhelm-Busch-Museum
Die Geschichten von Max und Moritz sind der erste Streich von insgesamt 15, die die Ludwiggalerie in Oberhausen zeigt.© Foto: Wilhelm-Busch-Museum
Oskar, der Familienvater, entstand in den 1950er-Jahren.© Foto: Cefischer
"Der bewegte Mann" ist auch in der Ausstellung zu sehen© Foto: Ralf König
"Kleines Arschloch" ist ein moderner Meilenstein.© Foto: Walter Moers
Die große Initialzündung für eigenproduzierte deutsche Comic-Strips war die Veröffentlichung von "Der Exlibris" von Ulf K. 2000 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.© Foto: Ulf K.
Timo Wuerz gestaltet Projekte wie "Black Metal".© Foto: Timo Wuerz
"Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" gestaltete Ulli Lust von 2005 bis 2009.© Foto: Ulli Lust
Reinhard Kleists "Cash" wurde mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet.© Foto: Reinhard Kleist
"Packeis" von Simon Schwartz wurde mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet.© Foto: Simon Schwartz
Martina Peters ist eine von vielen jungen Frauen, die Mangas zeichnet. Ihre Werke sind neben einigen weiteren in der Ausstellung zu sehen.© Foto: Martina Peters
"Bubbles" von Hendrik Dorgathen ist in der unteren Etage der Galerie zu sehen.© Foto: Hendrik Dorgathen

1951 erschien die erste Micky Maus – ein einschneidendes Erlebnis für den Comic, war sie doch das erste kontinuierlich und vollfarbig erscheinende Medium. Über Geschichten von Micky und auch vom deutschen Pendant, Fix und Foxi, kann man in Oberhausen lachen.

Neben den Comics der Nachkriegszeit zeigt das Museum auch moderne Meilensteine wie Ralf Königs „Der bewegte Mann“ und „Kleines Arschloch“ von Walter Moers. Einen spannenden Einblick in die heutige Comicszene gibt die Ausstellung ebenfalls: Mit Mangas von deutschen Zeichnerinnen nach japanischem Vorbild.  

Bis 18. Januar 2015
Ludwiggalerie: „Streich auf Streich“, 13.9. (Eröffnung 19 Uhr) bis 18. 1., Konrad-Adenauer-Allee 6, Di-So 11-18 Uhr.

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