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Aus einer Schnapsidee heraus Spielkonsole und Handy entwendet

Diebstahl in Vreden

Peinlich war ihm die Sache schon direkt nach der Tat und auch am Montag vor dem Amtsgericht: Ein 19-jähriger Ahauser war wegen Diebstahls angeklagt. Er konnte sich die Tat nicht erklären.

Vreden

, 08.01.2019

Es war viel Alkohol im Spiel, als ein 19-Jähriger aus Ahaus mit seinen Freunden eine Privatparty in Vreden besuchte. Das gab der Angeklagte am Montag vor dem Amtsgericht Ahaus an, wo er sich wegen Diebstahls verantworten musste. Denn: Als er die Party verließ, hatte der Ahauser eine Spielkonsole und ein Handy dabei. Beides hatte er eingesteckt. Erleichtert war der Angeklagte, als Richter und Staatsanwalt übereinkamen, das Verfahren gegen ihn einzustellen. Unter der Auflage, dass der angehende Abiturient 60 Sozialstunden ableistet.

Viel Whiskey getrunken

Die Party wurde in Vreden in einem Privathaus gefeiert, wie der Angeklagte sagte. „Wir hatten schon viel Alkohol getrunken, ich kann mich an vieles nicht erinnern. Aber es tut mir sehr leid“, äußerte sich der Angeklagte vor Gericht. Vor der Party hätten er und zwei Freunde eine 0,7-Liter-Flasche Whiskey getrunken, während der Party wohl auch.

Spielkonsole nicht ins Haus zurückgebracht

Die Spielkonsole, ein Nintendo Switch, habe er bei der Party an sich genommen und damit gespielt, erinnerte sich der Ahauser. Auch ein weißes Handy, das auf dem Sofa lag, habe er eingesteckt. „Das war eine Schnapsidee, es tut mir richtig leid“, so der 19-Jährige. Als sie die Party verlassen wollten, habe sein Begleiter die Spielkonsole bei ihm bemerkt und ihm gesagt, dass er diese doch nicht einfach mitnehmen könne. Daraufhin brachte er die Konsole nicht etwa ins Haus zurück, so wie er es seinem Freund gesagt hatte, sondern legte sie draußen unter einen dort geparkten Anhänger. „Ich weiß nicht, was ich mir dabei gedacht habe, aber mir war das so peinlich“, erzählte der Angeklagte.

60 Stunden gemeinnützige Arbeit

Auch am nächsten Morgen kam das schlechte Gewissen, als er das fremde Handy in seinen Händen hielt. Er informierte eine Bekannte, die wiederum die Eigentümerin des Handys informierte. Dass die Sim-Karte fehlte, darauf konnte er sich keinen Reim machen.

Das Gericht verzichtete auf die Vernehmung der geladenen Zeugen und wertete das Geständnis zugunsten des Angeklagten. Das Verfahren wurde gegen die Auflagen von 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit eingestellt.

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