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Bagger reißt Mauern der Marienkirche ein

Abrissarbeiten

Der Bagger lässt den starken Motor aufheulen. Blauer Himmel spannt sich über der Szenerie, als die metallene Schaufel sich wieder in die Wand bohrt. Die Marienkirche verschwindet: Die Abrissbagger ziehen seit Montag einen Schlussstrich und bereiten Gelände für Neubau vor.

VREDEN

, 09.03.2015
Bagger reißt Mauern der Marienkirche ein

Der Abrissbagger frisst sich am Montagmorgen durch die Wände der Marienkirche.

Der Bagger lässt den starken Motor aufheulen. Blauer Himmel spannt sich über der Szenerie, als die metallene Schaufel sich wieder in die Wand bohrt. Wenig später klafft ein großes Loch, wo noch vor wenigen Wochen das kreisrunde Fenster das Licht der gleichen Sonne ins Innere der früheren Marienkirche hineinscheinen ließ, die jetzt über den Abrissarbeiten scheint.

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Abriss der Marienkirche

Das Stadtbild von Vreden verändert sich: Die Marienkirche verschwindet. In wenigen Wochen beginnen bereits die Arbeiten für die Neubauten, die an ihrer Stelle entstehen sollen.
09.03.2015
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Die Trümmer der Marienkirche mit dem Turm, der stehen bleiben soll.© Foto: Bernd Schlusemann
Die Trümmer der Marienkirche mit dem Turm, der stehen bleiben soll.© Foto: Bernd Schlusemann
Die Trümmer der Marienkirche mit dem Turm, der stehen bleiben soll.© Foto: Bernd Schlusemann
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
Der Abriss der Marienkirche in Vreden hat begonnen. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Tagen beendet sein.© Foto: Thorsten Ohm
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Zwei Bagger rollen unablässig. Einer von ihnen hat die steile Rampe erklommen, die auf den Berg aus Schutt führt: eine Rampe, damit sich die schweren Geräte in der Höhe der Kirchenmauer an die Arbeit machen können. Unten haben sich schon einige Zuschauer eingefunden. Sie sehen zu, wie an diesem Montagmorgen bereits kurz nach Beginn ein Teil der Mauer und des Daches des früheren Kirchenschiffs für immer verschwinden. Das vertraute Stadtbild an dieser Stelle wandelt sich gerade radikal.

Drei Tage sind angesetzt

Eher sachlich betrachten diesen Vorgang die Mitarbeiter, die mit dem Abbruch beschäftigt sind. Dafür ist die Firma Große Frericks mit vier Kräften vor Ort. „Drei Tage sind für die Arbeiten angesetzt“, berichtet Bauunternehmer Hermann Schemminck. Die aufgeschüttete Rampe soll Stück für Stück wandern und wieder niedriger werden – wie eine gigantische steinerne Arbeitsbühne.

Doch mit dem Abriss allein ist es noch nicht getan. Das Material, das dabei anfällt, will sortiert sein. Eine Aufgabe, die zum Teil bereits an Ort und Stelle erledigt wird. Sauber trennen die Mitarbeiter Holz und Steine – das kostet mehr Zeit als das Einreißen der Wände selbst. Besser als Sonnenschein wäre jetzt etwas Nieselregen. Seine Aufgabe übernimmt ein großer

Wasserschlauch: damit es nicht so stark staubt. Abriss und Sortierarbeiten werden noch in dieser Woche erledigt sein – der definitive Schlusspunkt unter dieses Kapitel der Stadt- und der Kirchengeschichte von Vreden.

Neues Kapitel aufschlagen

Zwei Wochen soll das Abräumen der Fläche insgesamt dauern. Danach ist sie bereit, um ein neues Kapitel aufzuschlagen: Wohnhäuser sollen auf dem ehemaligen Areal der Marienkirche entstehen. „Die Fläche braucht nicht weiter vorbehandelt zu werden. Wenn alles abgeräumt ist, können praktisch die Arbeiten für den ersten Neubau sofort beginnen“, zeigt Schemminck auf, dass ein Schritt jetzt nahtlos in den nächsten übergeht – eine Planung, die lange heranreifte und jetzt ihrer Verwirklichung entgegen geht.

Obwohl sie das alles schon lange wissen: Den beiden älteren Damen geht es ans Herz, was sie sehen. Von der Marienstraße aus schauen sie eine Weile dem Bagger bei seinem Zerstörungswerk zu. Damit abgefunden haben sie sich immer noch nicht, sagt eine der beiden. Zu viel verbinden sie mit der Marienkirche: Die Hochzeit feierten sie ebenso dort wie die Silberhochzeit – das goldene Ehejubiläum wird dort nun nicht mehr begangen.

Wehmut dabei

„Es liegt ganz einfach daran, dass die jüngeren Leute nicht mehr so in die Kirche gehen“, bringt eine der Zuschauerinnen den Grund für die Entwicklung auf den Punkt. An den Ergebnissen lässt sich nichts mehr ändern. Er schmerzt – der Schlussstrich, den die Bagger mit ihren Schaufeln in den Schutt ziehen.

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