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Leichenfund im Berkelsee: Keine Anzeichen für Fremdverschulden

Großeinsatz am Donnerstag

Ein Tag, nachdem Einsatzkräfte der Feuerwehr eine männliche Leiche aus dem Berkelsee geborgen haben, hat die Polizei eine Pressemitteilung mit den bisherigen Erkenntnissen veröffentlicht.

Vreden

, 07.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Leichenfund im Berkelsee: Keine Anzeichen für Fremdverschulden

Die Feuerwehr hat am Donnerstag eine männliche Leiche aus dem Berkelsee geborgen. © Victoria Thünte

Aktualisierung, Freitag 15 Uhr:

Die Polizei schreibt in einer Pressemitteilung am Freitagnachmittag von einem „unbekannten Verstorbenen“, den die Feuerwehr am Donnerstag aus dem Berkelsee geborgen hat. Identifiziert wurde die männliche Leiche demzufolge noch nicht. Die Ermittlungen dazu dauern an.

Neue Erkenntnisse gibt es nicht. Nur eine konkrete Äußerung macht die Polizei in der Pressemitteilung: „Ersten Ermittlungen zufolge haben sich bislang keinerlei Anzeichen für ein Fremdverschulden ergeben.“

Ursprünglicher Artikel:

Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Vreden haben am Donnerstagabend eine männliche Leiche aus dem Berkelsee geborgen. Passanten hatten gegen 17.30 Uhr den Notruf gewählt, weil sie eine hilflose Person im Wasser entdeckt hatten.

Mit dem Stichwort „Wasserunfall“ wurden die Rettungskräfte alarmiert. „Als wir am Einsatzort eingetroffen sind, war direkt ersichtlich, dass die Person schon länger im Wasser war und vermutlich tot ist“, sagt Einsatzleiter Christian Nienhaus knapp zwei Stunden später. Mit einem Boot näherten sich die Feuerwehrleute der Person und stellten den Tod fest.

Keine Informationen darüber, was passiert ist

„Wir haben die Person dann zunächst im Wasser gelassen und auf eine Freigabe der Kriminalpolizei gewartet“, sagt Christian Nienhaus. Erst dann wurde die Leiche an Land gezogen. Feuerwehrarzt Dr. Peter Wagner und die Kriminalpolizei untersuchten den Leichnam kurz. Dann wurde er an einen Bestatter übergeben. Um 18.55 Uhr am Donnerstag fuhr ein Leichenwagen vom Berkelsee weg.

Leichenfund im Berkelsee: Keine Anzeichen für Fremdverschulden

Großeinsatz am Donnerstagabend © Victoria Thünte

Was genau passiert ist, darüber möchte sich die Vredener Feuerwehr nicht äußern. Auch die Polizei hält sich am Donnerstagabend bedeckt. Ein Mitarbeiter der Leitstelle sagt auf Anfrage nur: „Die Ermittlungen laufen.“

Taucher der DLRG sind angerückt

Da am Anfang zunächst völlig unklar war, was hinter dem Einsatzstichwort „Wasserunfall“ steckt, hatte die Leitstelle auch das DLRG-Wasserrettungsteam alarmiert. „Auch wegen der besonderen Lage im Berkelsee“, sagt Andreas Becking, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Vreden. In dem See gibt es mehrere Untiefen und Unterwasser-Quellen, sodass es zu Strömungen unter der Wasseroberfläche kommen kann.

Leichenfund im Berkelsee: Keine Anzeichen für Fremdverschulden

Die Weg entlang des Berkelsees waren abgesperrt. © Victoria Thünte

Mehrere Einsatzzüge mit Einsatztauchern aus Stadtlohn, Bocholt und Borken waren angerückt. Sie hatten die komplette Tauch-Ausrüstung samt kleinen Booten mitgebracht, um nach einer Person suchen zu können. Das war dann nicht mehr erforderlich.

Im Einsatz war außerdem der Rettungsdienst aus Stadtlohn. Auch ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Vreden war vor Ort. So wurde auch der Bürgermeister über den Einsatz informiert.

Overbergstraße war zeitweise gesperrt

Zu Beginn des Einsatzes um 17.30 Uhr hatte die Feuerwehr die Overbergstraße, die am Berkelsee entlang führt, komplett gesperrt. „Wir brauchten den Platz, um die Einsatzfahrzeuge abstellen zu können“, erklärt Andreas Becking später. Als klar war, dass der Einsatz länger dauern würde, wurde eine kleine Einsatzzentrale an der Felicitasschule eingerichtet. Die Straße wurde wieder freigegeben. Die Fußwege, die an der Einsatzstelle im Nordosten des Sees hinter der Felicitasschule entlang führten, blieben aber gesperrt.

Leichenfund im Berkelsee: Keine Anzeichen für Fremdverschulden

Die Feuerwehr hat eine kleine Einsatzzentrale an der Felicitasschule eingerichtet. © Victoria Thünte

Im Einsatzbericht der Feuerwehr wird später auch stehen, dass die Situation psychisch belastend war für die Einsatzkräfte. „So etwas ist nie einfach“, sagt Andreas Becking. Deswegen wird jetzt das sogenannte PSU-Team aktiv. Das steht für psychisch-soziale Unterstützung.

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