Wachsfigurenkabinett entfernt Donald Trump - weil ihn die Besucher schlagen

Ex-US-Präsident

In einem Wachsfigurenkabinett in Texas musste die Figur von Donald Trump entfernt werden, denn Besucher verprügelten und zerkratzten sie. Er ist nicht der erste Präsident mit diesem Schicksal.

21.03.2021, 18:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mitarbeiterin des Wachsfigurenkabinetts Madame Tussauds machen ein "Selfie" mit einer Wachsfigur, die Donald Trump nachempfunden wurde. Nicht alle Gäste gehen so freundlich mit den Wachsfiguren um.

Mitarbeiterin des Wachsfigurenkabinetts Madame Tussauds machen ein "Selfie" mit einer Wachsfigur, die Donald Trump nachempfunden wurde. Nicht alle Gäste gehen so freundlich mit den Wachsfiguren um. © picture alliance / Nick Ansell/PA Wire/dpa

Im Wachsfigurenkabinett Louis Tussaud‘s Waxworks in San Antonio ist die Figur vom ehemaligen Präsidenten Donald Trump in einen Lagerraum umgezogen. Der Grund: Zu viele Besucher hatten offenbar zu viel Hass und zu viele Aggressionen in sich - die sie an der wehrlosen Wachsfigur ausließen.

Wie das Portal „San Antonio Express News“ berichtet, wurde die Trump-Figur entfernt, weil Besucher immer wieder auf sie eingeschlagen haben. Auch das Gesicht von der Wachs-Ausgabe Donald Trumps sei zerkratzt worden.

Unklar, ob Trump repariert wird

Obwohl die Trump-Figur im vergangenen Sommer in die Lobby umsiedelte, wo Wächter immerzu ein Auge auf die Figur haben, hörte der Vandalismus nicht auf. „Wenn es eine hochpolitische Figur ist, können Angriffe ein Problem sein,“ sagte Clay Stewart, Regionalmanager des Wachsmuseums. Wie erst jetzt bekannt wurde, wurde die Figur bereits im vergangenen Sommer entfernt.

Ob und wann Donald Trump repariert wird, sei unklar. Jedenfalls habe die neue Figur von Präsident Joe Biden, die gerade in Arbeit ist, Vorrang. Überhaupt ist noch unklar, ob Trump überhaupt zurück in die Öffentlichkeit darf. Derzeit weilt er im Lagerraum mit George Washington und 30 anderen Wachsfiguren.

Der Wachsfigur von Barack Obama wurden sechsmal die Ohren abgerissen

Hoffnung gibt es indes auch für Trump, obwohl er einer der umstrittensten politischen Figuren Amerikas ist: Bei Barack Obama nahmen die Misshandlungen im Wachskabinett rapide ab, als er nicht mehr Präsident war. „Wir hatten schon immer Probleme mit der Präsidentenabteilung, denn egal welcher Präsident es war - Bush, Obama oder Trump - sie alle wurden von Leuten verprügelt“, wird Stewart zitiert. Obama seien sechs Mal die Ohren abgerissen worden und bei George W. Bush musste die Nase dran glauben - sie sei eingeschlagen worden.

Louis Tussaud’s Waxworks gehört zu Ripley Entertainment, das mehrere Wachfigurenkabinetts sein Eigen nennt. Andernorts hat man weniger Probleme mit den Donald-Trump-Nachbildungen. Obwohl das Haus in Grand Prairie ebenfalls in Texas liegt, werde dort sorgsamer mit Trump umgegangen, hieß es seitens des Unternehmens. Dort habe es seit Aufstellen der Figur im Januar 2017 keinen einzigen Angriff gegeben.

RND/msk