Waldbrände in den USA: Erschreckende Bilder zeigen das ganze Ausmaß

Katastrophen

Die verheerenden Waldbrände im Westen der USA sorgen für Zerstörung und haben bereits Menschenleben gefordert. Die US-Bundesstaaten Kalifornien, Oregon und Washington sind stark von den Feuern betroffen.

San Francisco

11.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Waldbrände in den USA werden durch starke Winde immer wieder angefacht.

Die Waldbrände in den USA werden durch starke Winde immer wieder angefacht. © picture alliance/dpa

Heftige Waldbrände sorgen im Westen der USA weiter für Zerstörung und Schrecken bei den Einwohnern. Mehr als ein Dutzend Menschen sind bereits in den Flammen umgekommen. Große Waldgebiete sind zerstört worden. Asche und Rauch färben die Luft orangerot.

Der bereits seit Mitte August wütende Waldbrand in Nordkalifornien hat sich auf eine Rekordfläche von mehr als 1906 Quadratkilometer Land ausgeweitet. Damit ist das sogenannte August-Complex-Feuer im Bezirk Mendocino County das flächenmäßig größte in der jüngeren Geschichte Kaliforniens, wie die Feuerwehr am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

Ein Flugzeug wirft während des Valley Fire in der Nähe der Lyons Valley Road feuerhemmende Stoffe ab.

Ein Flugzeug wirft während des Valley Fire in der Nähe der Lyons Valley Road feuerhemmende Stoffe ab. © picture alliance/dpa

Doch nicht nur in Kalifornien wüten die Feuer – auch die nördlich von Kalifornien liegenden Westküstenstaaten Oregon und Washington sind betroffen. Mehr als 3600 Quadratkilometer Land stehen allein in Oregon derzeit in Flammen.

Bisher seien geschätzte 500.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden, teilte der Katastrophenschutz der Regierung des Bundesstaates am Donnerstagabend in einer Mitteilung mit. Den Angaben zufolge würden sonst in dem US-Bundesstaat im gesamten Jahr durchschnittlich nur 2000 Quadratkilometer abbrennen.

Ein Feuerwehrmann kämpft gegen das Creek-Feuer im Mariposa County. In ganz Kalifornien waren laut einem Lagebericht der Feuerwehr von Sonntag zuletzt mehr als 14.800 Einsatzkräfte damit beschäftigt, 23 größere Brände einzudämmen.

Ein Feuerwehrmann kämpft gegen das Creek-Feuer im Mariposa County. In ganz Kalifornien waren laut einem Lagebericht der Feuerwehr von Sonntag zuletzt mehr als 14.800 Einsatzkräfte damit beschäftigt, 23 größere Brände einzudämmen. © picture alliance/dpa

Laut US-Sender CNN kamen in den drei Staaten insgesamt 15 Menschen ums Leben. Die Zeitung „USA Today“ berichtete, bei Bränden in einem Dutzend Staaten im Westen der USA seien mindestens 23 Menschen gestorben. In einem Brandgebiet im kalifornischen Bezirk Butte County knapp 300 Kilometer nördlich von San Francisco wurden am Donnerstag sieben Leichen gefunden. Schon am Mittwoch waren Einsatzkräfte in der Region auf drei verkohlte Leichen gestoßen.

 Eine Feuerwehrmannschaft macht eine Pause neben der Berry-Creek-Grundschule, die während des Bear Fire über Nacht zerstört wurde.

Eine Feuerwehrmannschaft macht eine Pause neben der Berry-Creek-Grundschule, die während des Bear Fire über Nacht zerstört wurde. © picture alliance/dpa

Kampf gegen die Flammen: Fortschritte in Kalifornien

Im wochenlangen Kampf gegen die Flammen zeichnen sich zumindest in Kalifornien aber auch Fortschritte ab. Drei große Feuerkomplexe rund um San Francisco waren am Donnerstag fast gänzlich eingedämmt. Doch die Westküstenmetropole war weiter in dichten Rauch gehüllt. Starke Winde trugen Asche aus anderen Waldbrandgebieten in viele Teile Kaliforniens und verdunkelten den Himmel.

Die Golden Gate Bridge in San Francisco ist in orangefarbenes Licht gehüllt.

Die Golden Gate Bridge in San Francisco ist durch die anhaltenden Brände in orangefarbenes Licht gehüllt. © Frederic Larson/AP/dpa

Die Behörde für Luftqualität warnte vor starker Rauchbelastung. Die Experten riefen für manche Gebiete in Kalifornien zeitweise die höchste Warnstufe aus: „hazardous“, auf Deutsch „gefährlich“.

Die Brände in Butte County tobten in der Nähe der Ortschaft Paradise, die im November 2018 von dem sogenannten Camp Fire fast völlig zerstört worden war. 85 Menschen starben damals, Zehntausende wurden obdachlos.

RND

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