Wasserturm im Ruhrfestspielhaus geplant

Künstler Fabrizio Plessi

Einen Wasserturm der ganz besonderen Art soll es in diesem Jahr bei den Ruhrfestspielen geben. Der italienische Künstler Fabrizio Plessi plant die Video-Skulptur "Feuer und Wasser" im Foyer des Festspielhauses. Wasser wird scheinbar herunterfließen und Feuer scheinbar emporlodern.

RECKLINGHAUSEN

20.01.2016, 14:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
So könnte die Video-Skulptur aussehen.

So könnte die Video-Skulptur aussehen.

Im letzten Jahr hatte die Komplett-Verwandlung der Glashalle durch den Künstler Daniel Buren die Zuschauer extrem begeistert. "So etwas Aufwändiges können wir nicht jedes Jahr machen", sagte gestern Hans-Jürgen Schwalm, stellvertretender Direktor der Kunsthalle Recklinghausen. "Beim Festspielthema ,Mittelmeer' bot sich Plessi allerdings an". Fabrizio Plessi (Foto, 75) habe sich schon seit den 1960er Jahren mit dem Element Wasser auseinander, es sei für ihn "Sinnbild der Zeitlichkeit". Der Künstler schuf auch Bühnenbilder, in denen er die Kraft der Natur thematisierte. Und Plessi errichtete bereits 2002 einen Turm (allerdings aus Steinen) mit Wasservideos für die Landesgartenschau im bayerischen Kronach. Er betreibt an der Brenner-Autobahn ein spektakuläres eigenes Museum.

Künstler nutzt den Aufzugturm

Für die Installation will der Italiener den Aufzugturm nutzen, der sowieso im Foyer steht. Die Bilder würden auf schmale Tablets projiziert. Schwalm: "Die sitzen wie eine Tapete auf der gläsernen Aufzugwand." Die Funktion des Lift wäre nicht beeinträchtig. Ergänzt werden soll die Aktion durch eine weitere Projektion und eine Ausstellung in der Kunsthalle.

Im Februar will Plessi nach Recklinghausen kommen. Dann wird sich herausstellen, ob die Pläne finanzierbar sind. Auch das Unternehmen Evonik hat noch ein Wort mitzureden, denn der Hauptsponsor der Festspiele wirbt sonst immer auf dem Aufzugturm. Ein erstes Gespräch verlief aber positiv.

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