Way Back When: Suche nach dem nächsten Hit

Musikfestival startet am Donnerstag

Zum dritten Mal ist geht das "Way Back When" in diesem Jahr an den Start. Mit größeren Indie-Bands und noch unbekannteren Neuentdeckungen, die vielleicht bald durchstarten, lockt das Indie-Festival von Donnerstag bis Samstag zu verschiedenen Locations in die Dortmunder Innenstadt. Warum gerade das Ruhrgebiet ein gutes Pflaster für diese Art der Veranstaltung ist, hat uns der Veranstalter verraten.

von Miriam Instenberg

DORTMUND

, 28.09.2016, 17:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Band We are Scientists gehört zu den Headlinern des "Way Back When"-Festivals

Die Band We are Scientists gehört zu den Headlinern des "Way Back When"-Festivals

Außer das Spiel von Borussia Dortmund zu sehen, gibt es am Wochenende im Ruhrgebiet nichts Besseres zu tun, als zum ‚Way Back When-Festival‘ zu gehen.“ Roman Pitone muss große Töne spucken – er arbeitet für den Festivalveranstalter. Aber die bisherige Erfolgsgeschichte des „Way Back When“ gibt ihm recht. 

Ende Mai 2014 ging die erste Ausgabe des Festivals über die Bühne. Dahinter stand die Vision eines Kollegen von Roman Pitone, „ein Ruhrgebietskind, gebürtiger Dortmunder“, der inzwischen bei der Karsten Jahnke Konzertdirektion in Hamburg arbeitete. Die Idee: In Dortmund ein neues Festival zu organisieren, vergleichbar mit dem Eurosonic in Groningen oder dem Reeperbahnfestival in Hamburg, wo sich jedes Jahr junge Talente den Vertretern der Musikindustrie präsentieren – nur eben nicht für die Branche, sondern für Fans.

„Man sagt als Musikfan ja gerne: Die habe ich schon gesehen, da kannte die noch keiner. Das ist das Konzept des ‚Way Back When‘. Künstler zu entdecken, die das nächste große Ding sein könnten, und sie in schönen Dortmunder Clubs auf kleineren Bühnen zu sehen“, sagt Roman Pitone.

"Unser Konzept unterscheidet uns"

Mit Veranstaltungen wie dem Juicy Beats, Bochum Total oder dem Zeltfestival Ruhr gibt es im Ruhrgebiet bereits eine ausgeprägte Festival-Landschaft. Und das Beispiel „Rock im Revier“ zeigt, dass nicht alle Unterfangen von Erfolg gekrönt sind. Angst vor Konkurrenz oder einer Marktübersättigung habe bei der Karsten Jahnke Konzertdirektion aber niemand gehabt, sagt Pitone: „Das Ruhrgebiet bietet allein wegen der vielen Universitäten ein hervorragendes Potenzial an jungen, musikbegeisterten Menschen. Und unser Konzept unterscheidet uns von anderen Festivals.“

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Die ersten beiden Ausgaben des „Way Back When“ besuchten jeweils rund 4000 Musikfans. Die Rückmeldung, sagt Pitone, sei sehr positiv gewesen: „Die Zuschauer waren begeistert, dass so etwas mal nicht in Köln, Berlin oder München, sondern in Dortmund stattfindet.“ Dass die Karten wegen gestiegener Kosten für Produktion und Künstler 2015 etwas teurer wurden, sorgte demnach nicht für sinkende Zuschauerzahlen.

Die Konzerte finden beim „Way Back When“-Festival an drei Veranstaltungsorten statt: in den beiden Konzerthallen im Freizeitzentrum West (FZW, Ritterstraße 20), im ehemaligen Jazzclub Domicil (Hansastraße 7-11) und in der Pauluskirche (Schützenstraße 35). In diesem Jahr sind die größeren Namen wie Tocotronic um Sänger Dirk von Lowtzow.

Den gesamten Spielplan gibt es hier:

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