Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Politiker bereiten den Weg für neuen Kunstrasenplatz in Südkirchen

Sportanlage des SV Südkirchen

Wenn es optimal läuft, könnte schon im Sommer ein neuer Kunstrasenplatz für den SV Südkirchen gebaut werden. Doch es gab im Ausschuss auch Kritik an den Plänen für das Gelände.

Südkirchen

, 30.04.2018
Politiker bereiten den Weg für  neuen Kunstrasenplatz in Südkirchen

Hier ist der SV Südkirchen zu Hause. Links im Bild der Tennenplatz, daneben liegt der jetzige Rasenplatz. Das Beachvolleyballfeld ist hinter den Bäumen am nördlichen Rand der Anlage zu sehen. © Foto: Tobias Weckenbrock

Der Rasenplatz, die „ehemalige Kuhweide“ wie Bauamtsleiter Josef Klaas ihn am Donnerstag im Sportausschuss nannte, soll möglichst noch in diesem Jahr einem neuen Kunstrasenplatz auf dem Gelände des SV Südkirchen am Friedhofsweg weichen. Der Ausschuss stimmte mehrheitlich dafür, dass die Gemeindeverwaltung die Bauarbeiten öffentlich ausschreiben soll.

Gemeinde einigt sich mit Sportverein

Gemeinde und Verein hatten sich zuvor auf fünf Schritte geeinigt, wie das Sportstättenkonzept in Südkirchen aussehen soll.

  • Die Gemeinde baut den Naturrasenplatz zum Kunstrasenplatz für maximal 650.000 Euro um und unterhält den Platz künftig auch. Unverändert bleibt das Klubgebäude, an das der Kunstrasenplatz möglichst nah heranrücken soll, erklärte Klaas bei der Vorstellung der Pläne. Außerdem solle der Kunstrasenplatz gleicher Bauart sein, wie in den anderen Ortsteilen, damit sich der Bauhof mit dem Unterhalt auskennt. Ein Zaun soll um den neuen Platz gezogen werden.

  • Der SV Südkirchen wird noch verhandene Spendengelder in das Projekt einbringen und potenzielle Sponsoren noch einmal ansprechen, lautet die Vereinbarung zwischen Gemeinde und Verein. 10.000 Euro Spenden bringe der Verein ein, so Klaas.

  • Der Verein beteiligt sich auch mit Eigenleistungen. So übernehmen die Mitglieder den Aufbau von Toren, Eckfahnen und der Flutlichtanlage. Alle Kabel dafür sollen aber von Fachfirmen verlegt werden, um für spätere Gewährleistungsansprüche einen Verantwortlichen zu haben, erklärte Klaas.

  • Der Tennenplat im Norden und das Beachvolleyball-Feld etwas außerhalb der Anlage gibt die Gemeinde auf. Das bedeute, dass sie sich nicht mehr um die Pflege und Instandhaltung kümmere, stelle Klaas im Ausschuss klar. Ein Abriss ist nicht geplant.

  • Der SV Südkirchen bezieht Strom, Gas und Wasser für die Sportanlage direkt und rechnet mit den Lieferanten ab. Die Gemeinde zahlt einen pauschalen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der Verbräuche der vergangenen Jahre.

Kritik an Plastikgranulat

„Wenn es optimal läuft, peilen wir an, dass in der Sommerpause dort gebaut wird“, sagte Klaas. Kritik an den Plänen kam allerdings von den Grünen. Uta Spräner äußerte Bedenken an dem Plastikgranulat, das bei Kunstrasenplätzen verwendet wird. Zum einen können dort krebsauslösenden Stoffe enthalten sein, zum anderen schade das Mikroplastik der Umwelt. Sie sprach sich für Granulat aus Naturmaterialien wie Kork aus. Zudem wünschten sich die Grünen, dass der Tennenplatz als Ausgleich für den versiegelten Kunstrasenplatzaufgeforstet wird und so zur Naturfläche würde.

Das Granulat mit den gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen werde nicht genutzt, versprach Bauamtsleiter Josef Klaas den Grünen. An dem Plastikgranulat wolle die Gemeinde aber festhalten, um alle Kunstrasenplätze in der Gemeinde nach gleicher Bauart zu gestalten. Zudem würde eine Änderung der Pläne eine zeitliche Verzögerung mit sich bringen. Was mit dem Aschenplatz im Norden passiere, könne die Politik im Herbst noch einmal besprechen, sagte Klaas. Den Platz einfach brachliegen zu lassen, sei auch für die Gemeinde nicht die beste aber die kostengünstigste Lösung, so der Bauamtsleiter.

Zwei Gegenstimmen für die Pläne

Auch seien die Planungen des Vereins noch nicht abgeschlossen, was mit einer freien Fläche südlich des Kunstrasenplatzes passiert. Dort könnte in Zukunft eine neue Weitsprunganlage auch für Schulkinder und bei Bedarf ein neues Beachvolleyballfeld entstehen. Schließlich stimmten die Grünen gegen die Ausschreibung, alle anderen Ausschussmitglieder dafür.

Zur Freude von Sebastian Mische, dem Fußball-Geschäftsführer des SV Südkirchen, der die Ausschusssitzung besuchte. Der Verein hofft, noch 2018 auf Kunstrasen spielen zu können.

Lesen Sie jetzt