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Einzigartiges Projekt soll Hof Waterhues wachküssen

WERNE Mehr als ein Jahrzehnt befand sich der Hof Waterhues in Lenklar im Dornröschenschlaf. Nun wird er durch eine Hausgemeinschaft für jung gebliebene und ältere Menschen zu neuem Leben erweckt.

von Von Rudolf Zicke

, 06.11.2007
Einzigartiges Projekt soll Hof Waterhues wachküssen

Projektplanerin Martina Franke hofft, dass sämtliche Renovierungs- und Umbauarbeiten im Jahre 2009 abgeschlossen sind.

Die aus Bergkamen stammende Familie Schürmann, in deren Besitz sich das 1885 von Anton Waterhues errichtete Gehöft seit 15 Jahren befindet, plant dort ein in Werne bislang einzigartiges Projekt.

Platz für Wohngemeinschaften

In Haupthaus, Scheune und Remise sollen nach Renovierung und Umbau Wohngemeinschaften einziehen, das heißt, in drei Einheiten mit jeweils 200 bis 260 Quadratmetern sollen bis zu neun Menschen gemeinsam leben, insgesamt 25.

"Dabei", das erläuterte die Projekt-Planerin Martina Franke, "erhält natürlich jeder Bewohner seinen eigenen Bereich, in den er sich zurückziehen kann."

Bislang haben sich 43 Interessenten gemeldet, darunter Singles, aber auch befreundete Ehepaare, die nicht mehr in Einsam- oder Zweisamkeit wohnen möchten. Auch Familien mit Kindern, die in einem größeren "Verband" leben möchten, haben bereits Kontakt mit den Schürmanns, die selbst auf dem Hof zwischen Lünener Straße und Lippe einziehen werden, aufgenommen.

Keine Barrieren

Alle Räume werden barrierefrei ausgebaut, so dass auch ältere bzw. nicht mehr ganz so bewegliche Menschen problemlos auf dem Hof leben können; ein Aufzug ist ebenfalls fester Bestandteil der Planung. Das Außengelände soll so gestaltet werden, das sich dort auch Menschen mit Rollstuhl oder Rollator problemlos bewegen können.

Zu dem alternativen Wohnkonzept gesellt sich ein fortschrittliches Versorgungskonzept. Wasser wird aus einem Brunnen gewonnen und aufbereitet, für die Fußbodenheizung wird Erdwärme genutzt. "So können wir die Energiekosten sehr niedrig halten", sagt Martina Franke.

Nicht nur für die Hausbewohner, sondern für alle, insbesondere natürlich für Wanderer und Radler, ist das Hofcafé mit einem keinen Laden gedacht, das die Familie Schürmann in der alten Remise einrichten möchte.

Ausflugsziel

Wenn die von Werne und Bergkamen geplante kleine Lippe-Fähre mit Anlegestelle quasi im Schatten des Gehöfts verwirklicht wird, dann könnten Café und Laden natürlich zu einem schönen Ausflugs- oder Etappenziel mitten im Naturschutzgebiet werden.

Vor zwei Monaten haben die Schürmanns bei der Stadt den Bauantrag gestellt und erhoffen die Genehmigung etwa Mitte dieses Monats. Dann soll der erste Bauabschnitt in Angriff genommen werden, die Fertigstellung des gesamten Projekt ist für das Jahr 2009 angepeilt.  

Wer sich über das Projekt "Wohngemeinschaft Hof Waterhues" näher informieren möchte, kann dies unter Tel. 9 28 67 08.

Hier an der Lünener Straße liegt der Hof Waterhues:

 

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