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Für Bello ein Plätzchen im Garten

WERNE Unser Bello musste eingeschläfert werden. Es fiel uns so schwer, er fehlt uns. Jetzt liegt unser Spitz im Garten unterm Kirschbaum, seinem Lieblingsplatz.

von Von Helga Felgenträger

, 17.11.2007
Für Bello ein Plätzchen im Garten

Ein kleines Kreuz im Garten erinnert an den treuen Wegbegleiter.

Für viele Menschen ist es ein schmerzlicher Verlust, das lieb gewonnene Haustier, sei es ein Hund, eine Katze oder ein Zwergkaninchen nach dem Tod anonym an den üblichen Stellen wie Beseitigungsanlage abzugeben. "Wenn ein Tier über viele Jahre in der Familie gelebt hat, soll es im Garten seinen Frieden finden", sagt Tierärztin Stefanie Mors und bringt Verständnis für das Bedürfnis ihrer Tierhalter auf.

Mit dem Ordnungsamt der Stadt Werne hat sie für ihre Praxis daher (im Fall der Nachfrage) eine entsprechende Regelung getroffen. "Sofern die Grabstelle tief genug und nicht in direkter Nähe zur Hauswasserversorgung liegt, hat die Verwaltung keine Einwände gegen das Vergraben auf dem heimischen Areal", gibt sie die Vereinbarung mit der Behörde weiter.

Gesetzlich geregelt

Wie alles in Deutschland wird auch die Tierbestattung gesetzlich geregelt. Unter dem sonderbaren Stichwort: "Nebenprodukten-Beseitigungsgesetz". Auch hierzu gibt es eine Durchführungsverordnung. "So darf die alternative "Ruhestätte" nicht im Wasserschutzgebiet liegen, nicht in unmittelbarer Nähe von öffentlichen Wegen und Plätzen und mindestens 50 Zentimeter tief unter der Erdoberfläche", zitiert Silke Schmücker von der Kreis-Pressestelle Unna auf Anfrage der Ruhr Nachrichten.

Nach einem Tierfriedhof wird man im Kreis Unna nicht fündig. "Die Einrichtung für dieses Gelände sei mit hohen Anforderungen verbunden, spricht Schmücker hier von einem langwierigen Verfahren, das wasserrechtliche Gutachten einzuholen. Die beiden nächsten Tierfriedhöfe finden sich in Münster und Dortmund.

So schwer der Abschied von seinem treuen Wegbegleiter auch fällt; bei größeren Tieren solle nach einer anderen Möglichkeit als der heimische Garten gesucht werden. "Denn wie beim menschlichen Geschöpf verbleiben auch hier die Überreste über Jahrzehnte im Erdreich", gibt die stellvertretende Kreispressesprecherin zu bedenken.

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