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Zeitreise in die Vergangenheit der Technik

Ausstellung

Um in die Tiefen der informationstechnischen Vergangenheit zu gelangen, können Zeitreisende ins St.-Christophorus-Gymnasium gehen. Dort präsentiert wird eine Computerausstellung, die nichts auslässt.

WERNE

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 02.11.2012
Zeitreise in die Vergangenheit der Technik

Für Eltern und Großeltern noch vertrauter Alltagsgegenstand, für heutige Schüler ein Museumsstück: das Telefon mit Wählscheibe. Übrigens: Beim Impulswahlsystem wurde der Impuls erst beim Zurückdrehen der Scheibe ausgelöst. Deshalb sollte der Wählprozess auch nie per Hand nachgeholfen werden.

Von A wie Abakus, dem hölzernen Rechenbrett aus dem vierten Jahrtausend vor Christus, bis Z wie Zuse, dem Computerpionier, der 1941 den ersten vollautomatischen, programmgesteuerten und frei programmierbaren Computer baute, findet der Technikbegeisterte alles. Hans-Anton Rotermund kennt jedes Exponat: Leihgaben und Geschenke. Die meisten hat der seit zehn Jahren pensionierte Lehrer selbst herbeigeschafft. Andere verwahrt er noch im Magazin, weitere sucht er unermüdlich zu besorgen – über das Internet oder über Kontakte zu Betrieben.

Der 70-Jährige erwartet die Zeitreisenden vor einer Art Kleiderschrank: dem ersten Exponat der EVA-Dauerausstellung. Der Name leitet sich ab von den drei Begriffen Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe: das Prinzip der Informationstechnik. „Ein Prozessrechner vom Typ Siemens 300“, stellt der Ascheberger den Schrank vor. Erst im Zusammenspiel mit elf weiteren Schränken sei die Anlage, die von 1970 bis 1997 im Gersteinwerk ihren Dienst tat, komplett. Als Teile des Großrechners – „heute könnte das Ganze per Smartphone gesteuert werden“ – der Schule angeboten wurde, stand fest: „Wir machen daraus eine Dauerausstellung“ – die größte ihrer Art weit und breit jenseits des Siemens-Nixdorf-Museums in Paderborn, wie die Initiatoren befinden.

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Technikausstellung

Von A wie Abakus, dem hölzernen Rechenbrett aus dem vierten Jahrtausend vor Christus, bis Z wie Zuse, dem Computerpionier, der 1941 den ersten vollautomatischen, programmgesteuerten und frei programmierbaren Computer baute, viele Exponate sind in der Technikausstellung im Gymnasium St. Christophorus zu sehen.
02.11.2012
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Solche Schätzchen wie die Buchungsmaschine Brunsviga zum schnellen Addiren stehen in der Ausstellung sicher hinter Glas.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Als das Rechnen noch eine sinnliche Angelegenheit war...© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
So überschaubar kam ein Eingabeblock einst daher. Daneben zu greifen, war unmöglich.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Als man noch mit den Fingern Informationen suchte - im Karteikasten und nicht bei Google und Co..© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Ganz alt: Lange bevor die Rechner Einzug hielten in die Büros der kaufleute, diente schon seit Ewigkeiten das Kerbholz für Rechenoperationen.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Aus dem Jahr 1985 stammt der CASIO FX-7000G, der erste technisch -wissenschaftliche Taschenrechnet mit integrierten Grafikfunktionen.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Immer kleiner wurde im Laufe der Zeit das Innenleben der Rechner.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Im Magazin schlummert noch jede Menge weiteres Material, das Hans-Anton Rotermund demnächst verwenden wird.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Viel zu schwer, um sie in Händen zu halten: die Continental-Buchungsmaschine von 1935 mit Volltatstatur für zehn Positionen.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Eine Zeige-Maus, oder Puk. Einsatz fand sie beim technischen Zeichnen.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Der erste Taschenrechner aus dem Jahr 1973. Die Taschen, um ihn zu verstauen, musste allerdings doch recht groß sein.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Plötzlich ist das Innenleben der Rechner winzig klein, und eine Schaltung von der anderen mit bloßem Auge nicht mehr zu unterscheiden.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Für Eltern und Großeltern noch vertrauter Alltagsgegenstand, für heutige Schüler ein Museumsstück: das Telefon mit Wählscheibe. Übrigens: Beim Impulswahlsystem wurde der Impuls erst beim Zurückdrehen der Scheibe ausgelöst. Deshalb sollte der Wählprozess auch nie per Hand nachgeholfen werden.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Die Relais-Technik aus den Telefonen hielt Einzug in die Rechner.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Nur ein Ausschnitt des Bedienfeldes des Steuerschranks, der einst zusammen mit elf weiteren mehr als mannhohen Schränken im Gesteinwerk seinen Dienst tat.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Mit Liebe zum Detail: Wie groß der Prozessrechner vom Typ Siemens 300 von 1970 war, zeigt dieses Spielzeug-Modell. Heute bräuchte es für den Transport keines LKW. Ein Smartphone kann alles regeln.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Längst nicht mehr üblich: ein mechanischer Speicher mit einer schwingenden Drahtspirale.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Von wegen Touchscreen. Zur Benutzung dieser Tatstatur galt es, kräftig zuzudrücken.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Schlagworte Werne

Aus Gründen des Feuerschutzes hat das Gymnasium jetzt die Lichthöfe der oberen Stockwerke neu gestalten müssen – und damit auch die Ausstellung. Sie präsentiert sich jetzt noch größer und übersichtlicher. Drei neue Vitrinen bilden Platz für zusätzliche Wechselausstellungen – zurzeit zum Thema Kaufleute und Navigation. Die Zeitreise kann weitergehen.

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