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Zwist zwischen Interessengemeinschaft und Verwaltung

Abfallaufbereitungsanlage

Die Fronten zwischen der Interessengemeinschaft (IG) "Gegen Abfallbehandlung in Werne-Stockum" und der Stadtverwaltung sind offenbar verhärtet.

STOCKUM

von Von Daniel Claeßen

, 06.11.2012
Zwist zwischen Interessengemeinschaft und Verwaltung

Bürgermeister Lothar Christ erklärte auf RN-Anfrage, dass eine klare Position wichtig für das laufende Verfahren sei.

Willi Pourie erklärte am Montag in einer Reaktion auf den RN-Bericht vom Samstag: „Es ist absurd, wenn die Verwaltung nunmehr in den Ruhr Nachrichten von einem ,offenen Verfahren‘ spricht. Die Glaubwürdigkeit dieser Verwaltung ist im Kern erschüttert.“ Planungsdezernent Ralf Bülte hatte erklärt, dass über alle Belange des angestrebten Flächentausches, der für die Erweiterung der Firma Feldmann notwendig ist, im Rahmen der Bürgerversammlung sowie bei späteren Terminen im Planungsamt diskutiert worden sei.

Die Bürgerinitiative aus Stockum sieht das hingegen anders: „Tatsächlich sind alle Einwände aus der Bürgerschaft ohne Ausnahme zurückgewiesen worden. Die Verwaltung hat angehört, was sie stillschweigend schon längst entschieden und in der Verwaltungsvorlage schriftlich fixiert hatte.“ Die Gründung der IG sei zwingend notwendig geworden, „nachdem Bürgermeister Lothar Christ eindeutig und unmissverständlich die Position eines Fürsprechers und Advokaten des Privatunternehmers eingenommen hat“, so Pourie. Christ selbst erklärte auf RN-Anfrage, dass eine klare Position wichtig für das laufende Verfahren sei: „Wenn ein Werner Betrieb sich den Marktbegebenheiten anpassen muss, dann prüfen wir, ob das machbar ist.“ Würde man das nicht tun, hätte kaum ein Unternehmen in Werne eine Chance.„Diese Entwicklung muss im Rahmen bestehender Schutzgesetze passieren. Dafür ist die Verwaltung, und damit auch ich als Bürgermeister, in der Verantwortung.“ Sollten die Gesetze nicht eingehalten werden, sei dies weiter zu prüfen und bei den Planungen zu berücksichtigen. „Dann kommt auch ein entsprechendes Ergebnis dabei heraus“, so Christ. Gleichzeitig betonte der Bürgermeister, dass eine Umsiedlung der Firma Feldmann in das neue Gewerbegebiet Wahrbrink-West nicht zu realisieren sei: „Das wäre schlichtweg Kapitalvernichtung, die der Betrieb nicht stemmen könnte.“ Eine solche Maßnahme käme nur in Frage, wenn der entsprechende Betrieb an seiner alten Stelle nicht mehr fortgeführt werden könne.

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