Wie der Müll geordnet wird

Iris Hanika

Wie im Vorgängerroman "Treffen sich zwei" entspinnt sich in Iris Hanikas "Wie der Müll geordnet wird" wieder ein Reigen von Beziehungen - humorvoll ironisch und manchmal auch sarkastisch.

von Von Britta Helmbold

, 08.02.2015, 13:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie der Müll geordnet wird

Der erste Teil spielt in der "Gegenwart (Durcheinander). Der Leser lernt diesen seltsamen Antonius kennen, der nur noch sinnlose Dinge tun will. Deshalb sortiert er die Mülltonnen in seinem Berliner Hinterhof. Dort findet er eine Art Tagebuch - ein mülltechnischer Fehlwurf. Er beginnt zu lesen, erfährt, dass Autorin Renate verschwinden möchte, und stellt seine Müllkontrollen ein.

Der zweite Teil "Anmerkung (Vergangenheit)" führt ins Jahr 1990 und die Personenkonstellationen und -verbindungen lösen sich nach und nach auf. Zwar lernt der Leser zunächst neue Personen kennen, doch die treffen später mit Antonius zusammen, der sich als durchgedrehter Erbe eines Möbelfabrikanten entpuppt.

Eine gut konzipierte Geschichte, die von der Liebe und anderen Begehrlichkeiten im großen Durcheinander unserer Zeiten erzählt.

 

 

Iris Hanika: Wie der Müll geordnet wird, 304 S., Droschl, 20 Euro, ISBN 978-3-8542-0962-1.

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