Wiesenhof: Landkreis will nach Corona-Ausbruch Schlachthof nicht schließen

Coronavirus

Nach dem Corona-Ausbruch bei Mitarbeitern einer Hähnchenschlachterei in Niedersachsen sieht der Kreis keine Veranlassung für eine Schließung. Hat sich die Mehrheit in der Freizeit infiziert?

Vechta

20.07.2020, 06:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Blick auf das Gelände des Wiesenhof-Hähnchenschlachthofs im niedersächsischen Lohne, in dem 66 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Ein Blick auf das Gelände des Wiesenhof-Hähnchenschlachthofs im niedersächsischen Lohne, in dem 66 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. © picture alliance/dpa

Nach einem größeren Corona-Ausbruch von Mitarbeitern einer Hähnchenschlachterei im niedersächsischen Lohne sieht der Landkreis keine Veranlassung für eine Schließung des Betriebs. Es handele sich um eine Ermessensfrage, sagte der Landrat des Landkreises Vechta, Herbert Winkel (CDU), am Sonntag. "Wir konnten keinen bestimmten Infektionsherd feststellen", sagte Winkel.

Landkreis: Das Hygienekonzept des Betriebs sei gut

Es gebe zwar ein größeres Ausbruchsgeschehen, das sich auf ein Kartonage-Lager zurückführen lasse, wo sich einige Mitarbeiter in den Pausen getroffen hatten. Das Hygienekonzept des Betriebs sei aber gut. Die Mehrheit der Betroffenen habe sich wohl in der Freizeit infiziert.

Bei einem Reihentest unter Mitarbeitern der Hähnchen-Schlachterei der Wiesenhof-Gruppe wurden von 1.046 Mitarbeitern 66 positiv auf Covid-19 getestet. Alle Infizierten wurden unter Quarantäne gestellt. Auch 70 direkte Angehörige seien bereits unter Quarantäne, sagte Winkel. Weitere Kontaktpersonen sollen ab Montag ermittelt werden.

RND/dpa

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