Wolfsschlucht

Andreas Föhr

Ein paar eher schräge Polizisten, die in einem verrufenen Lokal einen Bestatter für dessen langweilige Erzählungen bestrafen wollen. Eine junge Frau, die entführt wird und bei ihrem Fluchtversuch in der Wolfsschlucht eine Begegnung der tierischen Art hat.

08.02.2015, 13:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Andreas FöhrSilz

Andreas FöhrSilz

Und schließlich ein Kommissar, der nicht nur mit den Fällen, sondern auch mit seinem eigensinnigen Großvater und einer angeblichen Hexe einiges zu tun hat.

Das sind die Zutaten zu einem kurzweiligen, spannenden Krimi, der in der Tegernsee-Region spielt. Ein Krimi, der auch für Nicht-Bajuwaren absolut lohnens- und lesenswert ist.

Figuren mit viel Charakter

Autor Andreas Föhr gelingt es bestens, seine Figuren mit viel Charakter auszustatten und die einzelnen Handlungsstränge am Ende zu einem logischen Schluss zusammenzuführen, dass es ein reines Vergnügen ist, in diesen Krimi einzutauchen.

Gerade wegen der teils doch etwas schrägen Charaktere. Wie den Polizisten Leo Kreuthner, der bei einer nicht ganz legalen Maibaum-Aktion seine Finger ebenso im Spiel hat wie bei der "Gerichtsverhandlung" gegen den Bestatter. Der Maibaum landet in einem Fahrzeug und bringt die Ermittler auf eine neue Spur. Oder Wallners Opa Manfred, der mit über 80 Jahren auf einmal mit einem Elektrofahrzeug nahezu amokmäßig über den Wochenmarkt brettert.

Ein Buch, das Appetit macht auch auf die früheren Krimis von Föhr und auf die hoffentlich vielen weiteren.

 

Andreas Föhr: Wolfsschlucht, 395 S., Knaur, 14,99 Euro, ISBN 978-3-426-51704-8.

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