Sturm fordert Todesopfer in Ochtrup - Bennet richtet viele Schäden in NRW an

Wetterchaos NRW

Heftige Sturmböen haben in Nordrhein-Westfalen Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt und den Zugverkehr ausgebremst. Im Münsterland wurde ein Mann von einem Baum erschlagen.

Essen

05.03.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein umgestürzter Baum liegt auf der Landstrasse bei Ochtrup. Ein umstürzender Baum hat am Montag im münsterländischen Ochtrup einen 37 Jahre alten Autofahrer getötet. Der Mann war auf einer Landstraße unterwegs, als der Baum umfiel und das Fahrzeug traf.

Ein umgestürzter Baum liegt auf der Landstrasse bei Ochtrup. Ein umstürzender Baum hat am Montag im münsterländischen Ochtrup einen 37 Jahre alten Autofahrer getötet. Der Mann war auf einer Landstraße unterwegs, als der Baum umfiel und das Fahrzeug traf. © dpa

Schwere Sturmböen haben am Montag in NRW zahlreiche Bäume umgeweht und ein Todesopfer gefordert. Im münsterländischen Ochtrup stürzte ein Baum auf ein fahrendes Auto und tötete den 37 Jahre alten Mann am Steuer. „Der Verdacht liegt nahe, dass das mit dem Sturm zusammenhängt“, sagte ein Sprecher der Kreispolizei Steinfurt.

In Lübbecke stürzte ein Arbeiter bei Reparaturen auf einem beschädigten Hallendach durch eine Lichtkuppel fünf Meter tief. Er wurde schwer verletzt. Vielerorts beschädigten umgekippte Bäume Autos und blockierten Straßen. An mehreren Bahnstrecken stürzten Äste und Bäume auf Oberleitungen und sorgten für stundenlange Sperrungen.

Störungen im Bahnverkehr und auf Autobahnen

Wie die zuständigen Polizeidienststellen und Feuerwehren berichteten, beschädigte auf der Autobahn 4 bei Kerpen ein Baum zwei Lastwagen und zwei Autos. Verletzt wurde niemand. In Bochum fiel ein Baum auf zwei fahrende Wagen. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon. In Dortmund führten umgestürzte Bäume zu zwei Auffahrunfällen. Eine Person wurde leicht verletzt.

In Düsseldorf hob der Sturm das Flachdach eines Mehrfamilienhauses an. Das 60 Quadratmeter große Dach blieb einige Meter weiter liegen. In Bielefeld sicherten Beamte unter anderem eine umgewehte Mobiltoilette und einen Wohnwagen. In Porta Westfalica brachen Pferde aus, in Düsseldorf Schafe. Bei Bad Oeynhausen wurde ein Verkehrsschild auf die Autobahn 30 geweht.

Windgeschwindigkeiten bis 99 km/h

Die mit 99 Stundenkilometern stärkste Böe registrierte der Deutsche Wetterdienst am Montag in Haaren (Kreis Paderborn). Die Geschwindigkeit entsprach Windstärke 10 („schwerer Sturm“). Auch in Bad Lippspringe (97 km/h), Essen (95 km/h) und Düsseldorf (94 km/h) gab es schwere Böen mit dieser Windstärke. In der Landeshauptstadt flachte der Sturm gegen Mittag ab, so dass der traditionelle Rosenmontagszug mit anderthalb Stunden Verspätung starten konnte.

Dienstag soll es windig bleiben, aber deutlich ruhiger als am Montag. Dazu gibt es Schauer und Gewitter bei acht bis elf Grad. „Es wird sicher nicht gemütlich“, sagte Meteorologe Malte Witt vom DWD in Essen.

dpa

Lesen Sie jetzt