Zwei Verliebte stolpern durchs Märchenland

Im Kino

Man nehme ein, besser zwei Märchen, motze sie auf mit Fantasy-Zitaten und Action-Versatz, greife in die Trickkiste, engagiere eine Handvoll Stars - heraus kommt "The Huntsman And The Ice Queen", wo Chris Hemsworth den Jäger, Jessica Chastain seine Geliebte und Emily Blunt die Eiskönigin spielt.

12.04.2016, 14:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwei Königinnen: Emily (l.) und Charlize Theron

Zwei Königinnen: Emily (l.) und Charlize Theron

Schönen Gruß aus der Verwurstungs-Maschine Hollywood, die Motive der Brüder Grimm, von Andersen, Tolkien und C.S. Lewis' "Narnia"-Büchern durch den Wolf dreht.

Hübsch verpackt in Hochglanz und 3D, hat man fast alles schon irgendwo gesehen: Die frostige Kathedrale der Eiskönigin in einem der "Narnia"-Streifen, drollige Zwerge im "Herrn der Ringe" oder in Terry Gilliams "Time Bandits".

Wunderland

Wenn Königreiche sich bekriegen und Armeen aussenden, ist das Szenario von "Game Of Thrones" nicht weit. Der Film von Cedric Nicolas-Troyan (beim Vorläufer "Snow White And The Huntsman" noch Chef des zweiten Kamerateams) ist ein einziges "Reloaded".

Zwei Verliebte stolpern durchs Märchen-Wunderland: Als Kinder wurden Eric (Hemsworth) und Sara (Chastain) von der Eiskönigin entführt und zu Soldaten erzogen. Liebe ist der kühlen Herrscherin ein Graus, brutal trennt sie das Paar und verstößt die beiden. Jahre später treffen Eric und Sara sich wieder, aber die Flamme scheint erloschen. Oder doch nicht?

Schneewittchens magischer Spiegel

In Begleitung von Zwergen jagen sie Schneewittchens magischem Spiegel nach, den auch die Eiskönigin haben will. Sie werden von Trollen attackiert, sie fechten Scharmützel aus. Zum Showdown trifft man sich im Palast der Ice Queen. Die Effekte mittelprächtig, die Spannung mau, die Story dünn.

Am ehesten noch funktioniert der Film als Romanze, auch weil Jessica Chastain einfach hinreißend ist und Emily Blunt wie Charlize Theron die Schau stiehlt.

 

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