Ehrenamtliches Engagement

„Electro Angels“ sorgen rund um den Barkenberger See für Sauberkeit

Während andere ihre Kippen und ihren Müll achtlos in die Natur werfen, sorgen Barkenberger Senioren für Sauberkeit am See. Sie sausen mit ihren Elektro-Rollstühlen herum und räumen auf.
Die Electro Angels, hier mit Dirk Popp (links), sorgen rund um den Barkenberger See für Sauberkeit. Der Bürgermeister hat sich mit zwei Fässchen Bier bei den Rentnern für ihren Einsatz bedankt. © privat

Sie sind gehandicapt, aber doch schwer auf Zack: „Electro Angels“ heißt eine Gruppe in Wulfen-Barkenberg, die rund um den Barkenberger See für Sauberkeit sorgt. Ehrenamtlich bemühen sich die Rentnerinnen und Rentner darum, die Natur und das Grün sauber zu halten. Während andere achtlos ihr Zeug wegwerfen, räumen die „Electro Angels“ hinter ihnen auf.

Bürgermeister Tobias Stockhoff weiß den emsigen Müllsammlern zu danken. Dirk Popp, der „Chef“ der Gruppe, die größtenteils aus Rentnerinnen und Rentnern besteht, hatte dem Bürgermeister vom besonderen ehrenamtlichen Engagement rund um den Lieblingsplatz am Ufer des Sees berichtet. Tobias Stockhoff bedankte sich u.a. mit zwei „Fässchen“ Bier.

„Es ist großartig, dass sich die Electro Angels zusammengefunden haben. Eine sehr sympathische Gruppe, die in ihrem Quartier ehrenamtlich Gutes tut. Eine saubere Umgebung ist nicht nur für die Menschen wichtig, sondern auch für die Tiere im und am Barkenberger See“, sagt der Bürgermeister und ergänzt: „Vielen Dank an die Electro Angels für das bürgerschaftliche Engagement, durch das sich unsere Stadt zum Glück an vielen, vielen Stellen auszeichnet.“

Aussicht auf den See genießen und die Augen offenhalten

Dirk Popp berichtet, dass er beinahe täglich mit seinem Electro-Scooter zum Barkenberger See fährt, um dort die Aussicht auf den See zu genießen und für Sauberkeit zu sorgen, wenn es mal wieder nötig ist. Weil es ihn störte, wenn er rund um seinen Stammplatz Müll und Zigarettenkippen fand, sammelte er den Unrat auf und warf ihn in den Abfalleimer.

20 Mitglieder gehören der Gruppe an

Mittlerweile gehören rund 20 Mitglieder den „Electro Angels“ an. Einige sind, wie Dirk Popp, jeden Tag am Barkenberger See, andere kommen unregelmäßig, um hier zu entspannen, sich zu unterhalten oder aber eben um Müll aufzusammeln.

Auch etliche Barkenberger Bewohner wissen den honorigen Einsatz ihrer Mitbürger zu schätzen. Auf Facebook hagelte es ausnahmsweise mal nicht nur grimmige Gesichter, sondern jede Menge erfreute Smileys und hochgereckte Daumen.

„Traurig, dass sie den Dreck von anderen wegräumen müssen“ und „Vielleicht hilft diese Aktion, dass die Verursacher sensibler werden und ihren Müll selbst beseitigen. Leider fehlt mir der Glaube“, schreiben zwei Facebook-User. Und ein Dritter meint: „Respekt für die Electro Angels“.

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