Der Zaun an der Kita ist weihnachtlich geschmückt, damit die Gute-Wünsche-Sterne richtig zur Geltung kommen. © Privat
Die gute Corona-Nachricht

Wünsche an das Christkind: „Corona soll endlich vorbei sein“

Erzieherinnen in Wulfen lassen sich zur Adventszeit einiges einfallen. Manch ein neuer Brauch, der auch ohne Corona entstanden wäre, ist trotz Hygienemaßnahmen umsetzbar.

Ulrike Scherer, die Leiterin des evangelischen Familienzentrums Wittenbrink, spricht von einem „Spagat“, den ihr Team und sie seit Monaten zwischen Infektionsschutz und Betreuungsauftrag vollführen. Die positive Einstellung lassen sich die Erzieherinnen aber nicht nehmen. „Wir gehen jetzt andere Wege“, erklärt die Leiterin.

Das Lichterfest, das traditionell am Freitag vor dem ersten Advent im Familienzentrum gefeiert wird, konnte wegen der Pandemie nicht stattfinden. Stattdessen organisierten die Erzieherinnen gruppenweise Lichternachmittage für die 81 Kinder.

„Corona soll endlich vorbei sein.“

Wie sehr auch schon die Kleinsten die Ausnahmesituation beschäftigt, machen die Sterne am Zaun zum Eingang der Kita deutlich. Dort steht: „Corona soll endlich vorbei sein.“ Oder auch: „Mehr Zeit mit Oma verbringen dürfen.“ Aufgeschrieben haben die Eltern die Wünsche ihrer Kinder.

Die „Gute-Wünsche-Sterne“ sind Teil einer neuen Idee der Kita. Am vergangenen Freitag (27.11.) verteilten die Erzieherinnen den „Advent in der Tüte“ an die Familien. In den Tüten enthalten: sieben Päckchen, ein Elternbrief und eine selbstgeschriebene Weihnachtsgeschichte mit dem Titel „Ben und Anna auf der Suche nach dem Stern von Bethlehem“.

Diese sieben Päckchen und zwei Umschläge sind Inhalt des Advents in der Tüte. Um die Idee umzusetzen, konnte die Kita auf die finanzielle Unterstützung ihres Fördervereins zählen.
Diese sieben Päckchen und zwei Umschläge sind Inhalt des Advents in der Tüte. Um die Idee umzusetzen, konnte die Kita auf die finanzielle Unterstützung ihres Fördervereins zählen. © Privat © Privat

Die drei Seiten umfassende Geschichte ist interaktiv, die Eltern können die Geschichte vorlesen und immer dann, wenn sie einen Stern in der Geschichte entdecken, das entsprechende Päckchen öffnen.

Der erste Stern taucht beim Vorlesen auf, als sich Anna und Ben in der Geschichte etwas wünschen, weil sie eine Sternschnuppe entdeckt haben. Entsprechend befindet sich im ersten Päckchen ein Stern. Im Elternbrief steht dazu folgende Anleitung: „Überlege dir gute Wünsche und lasse sie von einem Erwachsenen auf den Stern schreiben. Bitte gebe den Stern bei den Erzieherinnen ab. Gerne darfst du den Stern bemalen!“

Advent in der Tüte soll die ganze Familie erfreuen

„Am Montag nach dem ersten Advent haben schon zehn Kinder ihre Sterne mitgebracht“, freut sich Ulrike Scherer. Ihr Plan geht auf: „Unser Grundgedanke ist, mit dem Advent in der Tüte alle Familien mitzunehmen.“ Mit den Geschwistern aus der Geschichte können sich die Kindergarten-Kinder identifizieren: Sie freuen sich auf Weihnachten, helfen ihrer Mutter beim Plätzchenbacken und besuchen ihre Nachbarin, die Geburtstag hat.

Das Ende der Geschichte ist offen gehalten: Die Mutter will ihren Kinder die Weihnachtsgeschichte erzählen und erklären, was es mit dem Stern von Bethlehem auf sich hat. Passend dazu enthält das letzte Päckchen ein Pixi-Buch mit der „echten“ Weihnachtsgeschichte und der Geburt Jesu.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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