Ärger über versperrtes Tor am Schloss Nordkirchen

Weg zum Hirschpark Nordkirchen

Über die Schloßstraße, über die Straße Am Schloßpark, über die Linden- oder die Burg-Allee: Wege zum Schloss Nordkirchen und über das riesige Areal gibt es viele, doch ein Weg ist versperrt. Das ärgert manche Bürger.

Nordkirchen

, 12.02.2018, 17:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heinz Zimmer macht sich dafür stark, dass das Tor wieder geöffnet wird.

Heinz Zimmer macht sich dafür stark, dass das Tor wieder geöffnet wird. © Foto Thomas Aschwer

Heinz Zimmer kennt sich in der Gemeinde bestens aus. Der rüstige Rentner (78) hat viele Jahren für den Heimatverein Wanderungen und Ausflüge organisiert.

„Eine der beliebtesten Strecken ging vom Schloss über die Straße „Am Schloßpark“ und herrliche Waldwege zum Hirschpark. Das ist doch der direkte Weg“, sagt Zimmer. Der gebürtige Nordkirchener, der sich auch im Bürgerbusverein engagiert, kommt mit vielen Bürgern ins Gespräch.

„Schwierige Situation“

Ein Thema sei dabei immer wieder dieser Weg. „Er war immer frei. Und er ist immer von vielen genutzt worden.“ Deshalb hatte die Gemeindeverwaltung auch vor einigen Tagen bei der Fachhochschule für Finanzen angeregt, das Tor von der „Kreuzallee“ zur Straße „Am Schloßpark“ für Fahrradfahrer und Fußgänger wieder zu öffnen. „Es handelt sich um einen beliebten Durchgang für Besucher, die die Verbindung zwischen Schloßpark und Hirschpark nutzen“, so die Gemeinde-Verwaltung in einem Brief an den kommissarischen Verwaltungsleiter Klaus-W. Graztfeld. Die Antwort erhielt die Verwaltung noch am gleichen Tag. Kurz und knapp teilte die FHF mit, dass „nach Rücksprache im Haus zur Zeit nicht die Absicht besteht, das Tor teilweise zu öffnen.“

Damit bleibt die Fachhochschule für Finanzen bei ihrer Position, die sie bereits im November vergangenen Jahres vertreten hatte. „Die Situation an der Ein- und Ausfahrt ist schwierig“, hatte auf unsere Anfrage Verwaltungsleiter Wilhelm Schulte gesagt. Nach Einschätzung der FHF-Leitung sorge die enge Einfahrt in Verbindung mit der Mauer und der schmalen Straße dafür, dass es schnell gefährlich werden kann. Und tatsächlich hatte es im vergangenen Jahr an der Einfahrt einen kleinen Unfall gegeben.

Zwischenzeitlich außer Kraft

Für die FHF-Leitung Anlass genug, das Tor wieder zu verschließen. Die Regelung war zwischenzeitlich außer Kraft gesetzt worden, als die Turn- und Schwimmhalle als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt wurde. Mit den geöffneten Toren mussten die zahlreichen Busfahrer auf dem schmalen Weg nicht wenden. Busse kommen zwar schon lange nicht mehr, dafür fahren deutlich mehr Autos über den schmalen Weg, der parallel zur Straße „Am Schloßpark„ verläuft. Um Wohnraum für Studenten zu schaffen, hat die FHF ein neues Containerdorf an der Grundstücksgrenze in Höhe des Minigolfplatzes errichtet. Somit hat sich der Parkdruck auf der schmalen Parkstraße erhöht.

Für Heinz Zimmer ist das kein Grund, das Tor rund um die Uhr zu verschließen. Obwohl er nach zwei Knieoperationen nicht mehr ganz so fit ist, würde ihm eine Toröffnung für Fußgänger und Fahrradfahrer genügen. Er hofft, dass die FHF ihre Meinung doch noch überdenkt.

Lesen Sie jetzt