Annika Hilker möchte Pastorin werden

NOEDKIRCHEN "Als ganz kleines Kind fand ich es schrecklich, in die Kirche zu gehen. Später hat sich das aber geändert", sagt Annika Hilker. Eine entscheidende Veränderung, denn nach ihrem Abitur möchte die 18-jährige Schülerin des Gymnasiums Canisianum in Lüdinghausen nun Pastorin werden.

von Von Stefanie Brüning

, 07.03.2009, 07:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Entstanden sei der Berufswunsch bei ihr vor drei Jahren, nachdem sie 2006 ihr schulisches Sozialpraktikum in der evangelischen Kirchengemeinde Nordkirchen absolvierte. Noch heute ist sie im Posaunenchor in Lüdinghausen aktiv. Zwei Wochen lang lernte sie den Alltag eines Pfarrers kennen, von Taufgesprächen über Gottesdienste bis hin zur Verwaltungsarbeit. So hat sie zum Beispiel auch an einer Landessitzung teilnehmen können, bei der kirchliche Fragen besprochen wurden.

Entstanden sei der Berufswunsch bei ihr vor drei Jahren, nachdem sie 2006 ihr schulisches Sozialpraktikum in der evangelischen Kirchengemeinde Nordkirchen absolvierte. Noch heute ist sie im Posaunenchor in Lüdinghausen aktiv. Zwei Wochen lang lernte sie den Alltag eines Pfarrers kennen, von Taufgesprächen über Gottesdienste bis hin zur Verwaltungsarbeit. So hat sie zum Beispiel auch an einer Landessitzung teilnehmen können, bei der kirchliche Fragen besprochen wurden.

Zum Abschluss des Praktikums durfte sie außerdem zusammen mit einer zweiten Praktikantin selbst einen Gottesdienst planen und durchführen, ein besonderes Erlebnis. "Mir macht es Spaß, vor Leuten zu reden," freut sie sich auch schon auf die zukünftige Aufgabe des Predigens. Ursprünglich katholisch

Ursprünglich katholisch, ist Annika Hilker im September letzten Jahres zum evangelischen Glauben konvertiert, "denn als Frau hat man in der katholischen Kirche nicht viele Chancen", stellt sie fest. Doch zieht sie für sich damit keine strikten Grenzen zwischen den Konfessionen, besucht auch oft noch zusammen mit ihrer Familie katholische Gottesdienste.

Ihrer Meinung nach haben beide Konfessionen ihre Vorteile: an der katholischen Kirche gefalle ihr das Festliche und Würdevolle, und an der evangelischen Kirche die Volksnähe, wie sie berichtet. Doch wäre es "schön, wenn man beides verbinden könnte", hofft sie auf eine Annäherung zur Ökumene, denn das sei etwas "wofür es sich zu kämpfen lohnt", stellt sie eins ihrer zukünftigen Ziele klar.Glaube und Freiraum

Der Glaube ist der Gymnasiastin wichtig, dennoch sollte auch genug Freiraum bleiben: Ein ganzes Leben nur für Gott, wie sie es bei einem Praktikum im Kloster für einige Tage erlebt habe, sei ihr zu radikal.

Da habe man als Pfarrerin schon mehr Freiheiten, nicht zuletzt die Möglichkeit, auch irgendwann eine Familie zu gründen.

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