Neubau an der Gesamtschule: So läuft es beim Bau der neuen Turnhalle

mlzNeue Turnhalle

Der Rohbau ist fertig, nun geht es an den Innenausbau. Die Frage nach den richtigen Fliesen für Fußboden und Wände ist nur eine, die geklärt werden muss. Im Frühjahr soll alles fertig sein.

Nordkirchen

, 29.10.2019, 10:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Erweiterung der Sporthalle an der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule in Nordkirchen ist dringend notwendig: Die weiterführende Schule braucht mehr Kapazitäten für den Sportunterricht, die benachbarte Grundschule soll mangels eigener Halle ebenfalls hineindürfen. Und nach Schulschluss können die Vereine an sieben Tagen in der Woche in die Räumlichkeiten. In allzu weiter Ferne liegt die Realisierung dieser Pläne nicht: Der Rohbau steht bereits, bei der Baubesprechung am Montag wurden bereits die Fußbodenfliesen ausgesucht.

Auflagen müssen eingehalten werden

So schwierig die Qual der Wahl im privaten Bereich ist - im öffentlichen Raum ist sie alles andere als leichter. Denn neben der richtigen Wahl von Farbe, Struktur und Form der Fliesen ist die Rutschfestigkeit eine gewaltige Auflage, die eingehalten werden muss.

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In manchen Bereichen reicht eine Rutschsicherheit für Schuhe, in den Umkleiden und Duschen wird jedoch auch barfuß gelaufen - und da sind die Vorschriften zur Unfallverhütung zwingend einzuhalten. „Sonst kommen wir in die Haftung, wenn da jemand ausrutscht und sich den Oberschenkelhals bricht“, erklärt Fliesenleger Sven Homann.

Also muss der Fachmann genauso wie Bauleiter und Architekt Wolfgang Berkemeier darauf achten, dass die Fliesen, für die sich die Gemeindemitarbeiter beim Ortstermin entschieden haben, auch die Richtlinien erfüllen.

Boden dunkel, Wände hell

30 mal 60 Zentimeter groß werden die Fliesen sein, die im Eingangsbereich sowie den Fluren der Halle, aber auch in den Umkleidekabinen verlegt werden. Am Boden sind die dunkel, an den Wänden sind die hell. Bauamtsleiter Josef Klaas gefällt die Wahl sogar so gut, dass er vorschlagen will, die gleichen Fliesen im neuen Dorfgemeinschaftshaus in Capelle zu verlegen.

Aufgrund des Formats muss Bauplaner Marco Krechting zwar nun komplett neue Verlege-Pläne zeichnen, doch auf die Verlegerichtung hat man sich bereits geeinigt. Blieb nur noch zu klären, ob sie im wilden oder im Läuferverband verlegt werden sollen.

Neubau an der Gesamtschule: So läuft es beim Bau der neuen Turnhalle

Wie sollen die Fliesen verlegt werden? Immer in der Flucht versetzt oder wild? Fliesenleger © STEPHANIE TATENHORST

Um die Unterschiede zu erklären, griff Fliesenleger Sven Homann zum Bleistift und malte die beiden möglichen Verlegemuster auf die Wand. Beim Läuferverband sind die Fließen von Reihe zu Reihe zwar versetzt verlegt, die jeweiligen kurzen Fugen sind jedoch - wie beim gewebten Tuch - akkurat auf einer Linie.

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Beim wilden Verband ist diese Struktur durchbrochen. Die kurzen Fugen verlaufen auch versetzt zur Vorreihe, doch jede Reihe ist dabei individuell verlegt. Das sorgt für weniger Verschnitt - und auch möglicherweise nicht ganz gerade Wände können so gut kaschiert werden. Genügend Gründe, um sich für diese Verlegeart zu entscheiden.

Bauarbeiten verlaufen wie geplant

Unterm Strich sind der Bauleiter und der Bauamtsleiter mit dem Verlauf der Arbeiten zufrieden. „Die Arbeiten an der Lüftungsanlage könnten schon weiter sein, da sind wir ein wenig im Verzug, im technischen Bereich hängen wir noch ein wenig hinterher, aber dafür sind wir in anderen Bereichen schon ganz gut dabei“, erklärt Berkemeier, dass es auch ganz normal sei, bei einem Neubau mit den unterschiedlichen Gewerken jonglieren zu müssen.

Auch die Türen werden wohl eine lange Lieferzeit haben, aber im kommenden Frühjahr soll die Halle wie geplant zur Nutzung freigegeben werden.

Im Zuge des Neubaus erfährt überdies auch der Bestandsbau eine WC-Modernisierung. Im Außenbereich sollen noch ein Basket- und ein Volleyballfeld entstehen.

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