Baubeginn für Westumgehung

NORDKIRCHEN "Ich bin so etwas von begeistert, dass es endlich losgeht," Bürgermeister Friedhard Drebing hatte gestern Landrat Konrad Püning zu Gast, der ihm mitteilte, dass der Bau der Westumgehung im Oktober beginnen werde.

von Von Theo Wolters

, 25.09.2007, 12:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Friedhard Drebing, Konrad Püning, Josef Klaas und Klaus Dammers freuen sich auf den Baubeginn der Westumgehung.

Friedhard Drebing, Konrad Püning, Josef Klaas und Klaus Dammers freuen sich auf den Baubeginn der Westumgehung.

Vor einem Jahr war der Landrat ebenfalls im Rathaus der Schlossgemeinde zu Gast, brachte damals den Bewilligungsbescheid für die Baumaßnahme mit. Und nun steht der Baubeginn kurz vor der Tür, die Arbeiten sind bereits an eine Firma aus Beckum vergeben.

"Damit beginnt das größte Bauprojekt der Gemeinde in den letzten zehn Jahren", so der zufriedene Bürgermeister. Landrat Konrad Püning betont, es handle sich um eine Gemeinschaftsaktion der Gemeinde mit dem Kreis. "Diese Straße ist wichtig, damit der Ortskern vom Durchgangsverkehr entlastet wird", so der Landrat. Bürgermeister und Landrat betonten die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Kreis. "Im Kreis ist es die Regel, dass Kosten, die nicht durch Zuschüsse abgedeckt sind, von der Gemeinde übernommen werden." So trage der Kreis rund 1,5 Millionen Euro der Baukosten. 250000 Euro muss die Gemeinde schultern. Darin sind auch die Kosten für Kanalarbeiten und die Anbindung des Gewerbegebiets und des geplanten Baugebiets Rosenstraße-West enthalten.

Die neue K2n wird 1,6 Kilometer lang

Die neue Straße, sie heißt auch K2n, wird 1,6 Kilometer lang. Sie beginnt an der Bergstraße in der Nähe der Mühle Rath und endet auf der Ermrener-/Lüdinghauser Straße. "An dieser Stelle wird ein fünfarmiger Kreisverkehr gebaut. Die gesamte Straße wird einseitig auch einen 2,50 Meter breiten kombinierten Geh- und Radweg erhalten", so Klaus Dammers von der Kreisverwaltung.

Dammers betonte, dass in der ersten Bauphase keine Behinderungen auf die Verkehrsteilnehmer zukommen. "Erst wenn der Kreisverkehr gebaut wird, muss mit Behinderungen gerechnet werden." Dies werde wohl Mitte des nächsten Jahres geschehen. Mit der Fertigstellung rechne man Ende 2008.

Abzweig Richtung Ortsmitte

Die Anbindung an der Bergstraße erfolgt, indem der Bereich vor der Mühle Rath von Selm aus nicht mehr direkt angefahren werden kann. Es wird einen neuen Abzweig in Richtung Ortsmitte geben. "An dieser Stelle wird auch eine Querungsinsel gebaut, damit die Straße Berger ohne Gefahr für Fußgänger erreichbar ist", so Bauamtsleiter Josef Klaas.

Ist die neue Straße fertiggestellt, werden Berg- und Schlossstraße, zurzeit Teile der K2, zu Gemeindestraßen umgewidmet. An ein Durchfahrtverbot für Motorräder ist aber nicht gedacht.

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