Blick in die Baustelle: So sieht es in der neuen Sporthalle in Nordkirchen aus

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Für die Planer der neuen Sporthalle, die zurzeit am Gorbach gebaut wird, ist besonders ein Faktor entscheidend: die Zeit. Denn die Suche nach Handwerksbetrieben bleibt eine Herausforderung.

Nordkirchen

, 11.08.2019, 04:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass der Bau der neuen Einfeldsporthalle Am Gorbach in Nordkirchen voranschreitet, hört man schon, bevor man die Baustelle hinter der jetzigen Schulsporthalle überhaupt sieht. Die Werkzeuge - Bohrer, Schrauber, Sägen - hört man schon von Weitem. Alle zwei Wochen treffen sich Planer, Gewerke und Gemeinde zur Lagebesprechung.

Der Zeitplan für den Bau ist eng getaktet. In dem wenige Quadratmeter großen Baucontainer, der neben der Johann-Conrad-Schlaun-Schule steht, hängt der Plan im DIN-A3-Format an der Wand. Im Wochenraster ist jedes Gewerk als farbige Linie eingezeichnet. Linie stapelt sich da auf Linie und wird von der nächsten abgelöst.

„Jeder zweite Blick geht auf den Kalender“

Der Container ist auch der Treffpunkt für die regelmäßigen Baubesprechungen. Jeder zweite Blick der beiden Mitarbeiter des Architekturbüros Planwerk, Wolfgang Berkemeier (Bauleiter) und Marco Krechting (Planung), gehe auf den Kalender, sagt der Bauleiter.

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So läuft der Bau der neuen Turnhalle in Nordkirchen

In wenigen Monaten soll die neue Sporthalle neben der Johann-Conrad-Schlaun-Schule fertig sein. Bis dahin gibt es dort noch einiges zu tun. So sieht es in der Baustelle aus.
11.08.2019
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Alle zwei Wochen treffen sich die Planer rund um Wolfgang Berkemeier (3.v.l.) und Marco Krechting (4.v.l.) vom Architekturbüro Planwerk aus Münster, um den aktuellen Baufortschritt und die nächsten Planungsschritte für die neue Sporthalle in Nordkirchen zu besprechen.© Karim Laouari
"Jeder zweite Blick geht auf den Kalender" sagt Wolfgang Berkemeier (3.v.l.). Der Bauleiter hat den Zeitablauf für den Turnhallenbau genau im Blick. Er muss aber neben dem Großen auch einen Blick auf die vielen Details behalten.© Karim Laouari
Zurzeit ist die Sporthalle noch eingerüstet. Die Dämmung und die Fassade werden zurzeit unter anderem noch gemacht. Die nächsten Gewerke stehen schon bereit.© Karim Laouari
Das Innere der Halle ist auf das Nötigste reduziert. Noch fehlen Fenster, dann ist das Gebäude dicht. Der Innenausbau hat bereits begonnen.© Karim Laouari
Auch die Oberlichter müssen noch eingesetzt werden.© Karim Laouari
Der fertige Boden wird ein sogenannter Schwingboden werden. Zuschauertribünen bekommt die Halle nicht.© Karim Laouari
An die Halle angrenzend liegt der Geräteraum.© Karim Laouari
Durch den Eingang geht es in den sogenannten Stiefelgang, also dem Flur zu den Herren- und Damen-Umkleiden, an die Duschräume angeschlossen sind.© Karim Laouari
Durch den Eingang geht es in den sogenannten Stiefelgang, also dem Flur zu den Herren- und Damen-Umkleiden, an die Duschräume angeschlossen sind.© Karim Laouari
Die Halle hat einerseits einen eigenen Zugang auf der Seite zur Gesamtschule. Sie ist aber auch an die alte Halle angeschlossen.© Karim Laouari
Neue und alte Turnhalle (links) grenzen direkt aneinander.© Karim Laouari
Das Plakat auf dem Parkplatz vor der alten Turnhalle zeigt, wie der Neubau später aussehen soll.© Karim Laouari

Neben Arbeiten an der Fassade wird zurzeit auch das Dach gemacht, die Technik im Gebäude, wie Sanitär, Heizung und Elektroarbeiten stehen in den Startlöchern. Die Sporthalle ist auf das Nötigste reduziert, trotzdem ist die Bauplanung komplex.

Noch jede Menge zu tun bis zum Frühjahr 2020

Im April 2020 soll die Turnhalle fertig sein, sagt Wolfgang Berkemeier. Bis dahin ist noch jede Menge zu tun. Unter anderem müssen noch vier Gewerke vergeben werden. Darunter sind neben Maler- und Fliesenleger-Arbeiten auch die Aufträge für die komplette Einrichtung der Sporthalle, also Basketballkörbe, Tore, Pfosten und der Hallenboden. Es sei das allseitsbekannte Problem: „Die Betriebe sind ausgelastet“, erklärt der Bauleiter.

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Trotzdem: Planer und Gemeinde sind zuversichtlich, dass die Halle rechtzeitig fertig wird. „Natürlich möchte gerade die Gesamtschule, dass wir möglichst schnell fertig werden“, sagt Peter Badde, bei der Gemeinde für das Gebäudemanagement zuständig. Am besten wäre es zum kommenden Schuljahr gewesen.

Baustart musste bereits verschoben werden

Doch nach der ersten Ausschreibungsrunde, unter anderem für Erdarbeiten und Rohbau, war klar, dass die Gemeinde entweder auf die rund 1,8 Millionen Euro rund 500.000 Euro hätte drauflegen müssen, um direkt loslegen zu können. Oder sie hätte warten müssen.

Die Verwaltung entschied sich dafür, zu warten und konnte nach der zweiten Ausschreibungsrunde im Herbst 2018 den Preisrahmen halten. Hatte dafür aber einige Monate Verzug.

Angeschlossen an die alte Sporthalle

Im Inneren der Baustelle ist bereits zu erkennen, wie die Halle in Zukunft aussehen wird. So wird es einen eigenen Eingangsbereich auf der zur Gesamtschule gerichteten Gebäudeseite geben. Die neue Sporthalle ist aber auch mit der alten Halle verbunden. Das ist auch deshalb nötig, weil die neue Halle keine eigene Toilettenanlage hat, sondern die der alten Turnhalle mit nutzen wird.

Diese Anlage werde im Zuge der jetzigen Arbeiten ebenfalls modernisiert, sagt Peter Badde.

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Durch den Eingang geht es in den sogenannten Stiefelgang, also dem Flur zu den Herren- und Damen-Umkleiden, an die Duschräume angeschlossen sind.

Die Halle selbst ist schlicht gehalten. Ein Spielfeld mit benachbarten Geräteräumen, keine Zuschauertribüne.

Volleyball- und Basketballfeld mussten entfernt werden

Neben dem Schulsport soll die neue Sporthalle auch für den Vereinssport zur Verfügung stehen. Für den Bau musste die Gemeinde das an die alte Halle angrenzende Beachvolleyball- und das Basketballfeld entfernen.

Der Raum für Freiluft-Sport soll allerdings nicht ganz wegfallen. Bürgermeister Dietmar Bergmann hatte bereits vor dem Baustart angekündigt, dass dafür ein neuer Platz entstehen soll.

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