Bürgerbus gehört ab sofort zum Westfalentarif

Fahrkartenkauf vereinfacht

Der Westfalentarif, der seit dem 1. August für den Bus- und Bahn-Verkehr in der Region Westfalen-Lippe gültig ist, schließt ab sofort auch Fahrten mit dem Bürgerbus Nordkirchen ein. Doch was bedeutet das für diejenigen, die den Bus nutzen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Nordkirchen

von Karim Laouari

, 02.11.2017, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Bürgerbus – unterwegs in der Gemeinde Nordkirchen

Der Bürgerbus – unterwegs in der Gemeinde Nordkirchen © Beate Dorn

Mit dem Bürgerbus zum Capeller Bahnhof und von dort aus weiter ins Münsterland, Ruhrgebiet oder bis nach Südwestfalen: Seit dem 1. November sind solche Fahrten noch einfacher geworden. Wie die Gemeinde Nordkirchen am Donnerstag mitgeteilt hat, können Fahrgäste ihre für den Westfalentarif gültigen Fahrkarten ab sofort auch im Bürgerbus nutzen und müssen dort keine zusätzliche Fahrkarte mehr lösen.

Was genau ist der Westfalentarif?

Dahinter verbirgt sich ein einheitlicher Nahverkehrstarif in der Region Westfalen-Lippe. Dazu gehören die Gebiete Münsterland, Hochstift, Ruhr-Lippe, Westfalen Süd und Teuto OWL. Wer früher innerhalb mehrerer sogenannter Tarifräume unterwegs war, musste auch für jedes Gebiet ein eigenes Ticket ziehen. Mit dem Westfalentarif hat sich das vereinfacht. Fahrten können seit dem 1. August einheitlich über mehrere Tarifräume hinweg geplant und auch bezahlt werden.

Wo können Fahrgäste Tickets für den neuen Tarif kaufen?

„Im Kundencenter, beim Busfahrer, am Ticketautomaten und im Internet – Tickets des Westfalentarifs sind über mehrere Wege erhältlich“, heißt es auf der Internetseite des neuen Tarifverbunds. Das gilt allerdings nicht für den Bürgerbus. Dort sei es nicht möglich, Tickets für den Westfalentarif zu nutzen, wie der zuständige Mitarbeiter der Gemeinde, Markus Lücke, auf Anfrage dieser Redaktion mitteilte. Diese Option sei auch nicht geplant, so Lücke weiter.

Ändern sich durch den Anschluss an den Westfalentarif die Ticketpreise für den Bürgerbus?

Nein. „Die Fahrpreise des Bürgerbusses bleiben unverändert bestehen“, versichert die Gemeinde in einer Pressemitteilung.

Gibt es für das neue Angebot überhaupt eine entsprechende Nachfrage?

Wie Gemeindesprecherin Anne Büscher auf Anfrage mitteilt, gebe es diese Nachfrage vor allem von Pendlern, die den Bürgerbus täglich nutzen, um zum Bahnhof Capelle zu fahren und von dort aus den Zug zu nutzen und umgekehrt. Das seien nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Schüler, so Anne Büscher weiter.

Wie viele Passagiere befördert der Bürgerbus im Schnitt pro Jahr?

Laut Angaben des Bürgerbusvereins waren es im Jahr 2016 mehr als 7700. Bis Ende September 2017 nutzten mehr als 75.000 Fahrgäste den Bürgerbus in den über elf Jahren seit der Vereinsgründung.

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