Bürgermeister Bergmann betont bei Gedenkfeier Chance in der Coronakrise

Volkstrauertag

Anlässlich des Volkstrauertages haben die Gemeinde, die örtlichen Kirchen und die Schützenvereine in Südkirchen einen Kranz niedergelegt und ein Zeichen gesetzt.

Nordkirchen

, 15.11.2020, 15:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine öffentliche Gedenkfeier konnte in der Coronakrise nicht stattfinden, doch die Gemeinde setzte ein Zeichen gegen Krieg, Gewalt und Terror.

Eine öffentliche Gedenkfeier konnte in der Coronakrise nicht stattfinden, doch die Gemeinde setzte ein Zeichen gegen Krieg, Gewalt und Terror. © Gemeinde Nordkirchen

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage gab es in der Gemeinde Nordkirchen keine öffentlichen Gedenkfeiern. Allerdings gab es ein Zeichen gegen Krieg, Gewalt, Terror und Vergessen am Ehrenmal in Südkirchen. Bürgermeister Dietmar Bergmann ging in seiner Rede auch auf die Corona-Pandemie ein.

„Wie stark weltweite Anstrengung für menschliche Zwecke wirken kann, das bewiesen uns in diesem Jahr die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Corona-Krise. Das Virus ist kein Feind. Es ist nichts als ein genetischen Programmpartikel, das sich vermehrt. Ganz gleich, was egoistische Regierungen und Konzerne treiben: Auf allen Kontinenten werden Erkenntnisse ausgetauscht, freut man sich an Fortschritten und sucht nach Impfung und Heilung, unterstützt von Leuten, die für das Allgemeinwohl leben.

Die Menschheit kann sich selbst der ärgste Feind sein, wie in der von Deutschland initiierten Barbarei zwischen 1933 und 1945. Die Menschheit kann auch zur Freundschaft mit sich selber finden, sich mit sich selber anfreunden. Vielleicht gibt gerade die Corona-Pandemie uns dazu eine Riesenchance.“

Zugleich erinnerte Bergmann an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren. „Für uns, die wir heute leben - hat der Krieg einen festen Rahmen aus Jahreszahlen, er dauerte von 1939 bis 1945. Aus dem Rückblick ergibt das die beruhigende Gewissheit: Zwischen diesen beiden Daten, in diesem zeithistorischen Kasten steckt der Krieg. Danach kam der Frieden, in dem wir, zumal in den westlichen Demokratien, relativ gut leben.“

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