Geschäftsführer Florian Reckmann ist zufrieden. Die Stahlkonstruktion steht, die nächsten Arbeiten folgen bald. Bis Ende des Jahres soll die neue Halle fertig sein. © Thomas Aschwer
Gartenbau

Capeller Jungunternehmer geht mit Neubau den nächsten Schritt

Eine spannende Ansiedlung gibt es in Nordkirchen in der Nähe des Wertstoffhofes. Bislang steht erst das Stahlgerüst für die Gewerbehalle, Ende des Jahres will Florian Reckmann einziehen.

Das klingt nach einem weitsichtigen Plan. Bereits mit 17 Jahren hat Florian Reckmann gesagt, dass er eine eigene Firma gründen will. Damals war er gerade in der Ausbildung zum Landschaftsgärtner. Mit jetzt 33 Jahren ist er nicht nur Firmeninhaber, er geht bereits den nächsten Schritt.

„Der Platz in Capelle hat nicht ausgereicht“, sagt Florian Reckmann. Deshalb habe er im Nordkirchener Gewerbegebiet an der Umgehungsstraße ein 3200 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. Die Bodenplatte für die rund 300 Quadratmeter große Halle ist gegossen, das Stahlgerüst errichtet. „Mitte des Monats folgen Fassade und Dach, danach können wir die Pflastersteine verlegen.“

Büro bleibt am bekannten Standort in Capelle

Noch ist viel Vorstellungskraft gefordert, um sich vorzustellen, wie es hier in wenigen Wochen aussehen wird. „Hier kommt der Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter hin“, sagt Reckmann und zeigt auf eine Ecke. Einen Bürotrakt hat er nicht eingeplant. „Das bleibt am alten Standort in Capelle, Bahnhofstraße 18.“

Hier in Nordkirchen hat er genug Platz für den mittlerweile sehr vielfältigen Maschinenpark, der neben vier Autos einen Trecker, drei Radlader, einen Minibagger und andere Dinge umfasst.

Für das Jahr 2021 sind weitere Investitionen geplant. Zunächst muss das Neubau-Projekt realisiert werden, das für Nordkirchener interessant werden kann. „Wir wollen hier Schüttgüter wie Mutterboden, Rindenmulch oder Schotter anbieten“, sagt Reckmann, der in den vergangenen Jahren konsequent seinen beruflichen Weg gegangen ist.

Mit 27 Jahren die eigene Firma gegründet

Nach der Ausbildung hat er weitere Berufserfahrungen gesammelt. 2010 tauschte er die Arbeit an der frischen Luft mit dem Klassenzimmer. In Vollzeit besuchte Reckmann die Meisterschule. Mit 27 Jahren setzte er seine Ankündigung in die Tat um, er gründete seine eigene Firma. Mittlerweile hat er sieben Mitarbeiter. 2021 sollen möglichst zwei neue Auszubildende dazu kommen. Ein Platz ist noch frei.

Aus Sicht von Florian Reckmann lohnt sich der Schritt absolut. „Wir haben den schönsten Job der Welt und können total kreativ sein.“ Als großen Vorteil sieht er die Vielseitigkeit an. Das fachmännische Schneiden von Obstbäumen gehört ebenso dazu wie Pflasterarbeiten, die Gestaltung von Gärten oder der Poolbau – ein momentan großes Thema.

In der Coronakrise sind die Dienste von Florian Reckmann und seinen Mitarbeitern ganz besonders gefragt. „Weil die Menschen nicht in den Urlaub fahren können, holen sie sich ein Stück weit Urlaubsidylle in den heimischen Garten.“ Möglichkeiten zur Verschönerung des Gartens gebe es viele – erste Materialien für die Bodengestaltung hat er auf dem neuen Grundstück bereits ausgestellt.

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer

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