„CO macht K.O.“: So macht die Feuerwehr auf die Gefahr durch Kohlenmonoxid aufmerksam

Aktionswoche der Feuerwehr

Gerade in der kalten Jahreszeit ist das Risiko, durch Kohlenmonoxid vergiftet zu werden, besonders groß, warnt die Feuerwehr. Deshalb beginnt am 18. Februar eine spezielle Aktionswoche.

Nordkirchen

17.02.2019, 10:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
„CO macht K.O.“: So macht die Feuerwehr auf die Gefahr durch Kohlenmonoxid aufmerksam

Ein CO-Melder sieht aus wie ein Rauchmelder. Er warnt vor ausströmendem Kohlenstoffmonoxid bei defekten Heizungen und Kaminen. © picture alliance / Franziska Gab

Allein in den ersten sechs Wochen in diesem Jahr sind in Deutschland laut Medienberichten bereits 72 Menschen durch Kohlenmonoxid (CO) verletzt worden. Fünf Personen sind an einer CO-Vergiftung verstorben. Das Atemgift ist für den Menschen nicht wahrnehmbar, da es farb-, geruch- und geschmacklos ist.

Die Aufnahme von Kohlenmonoxid führt dazu, dass die Betroffenen innerlich ersticken.

In einer bundesweiten Aktionswoche (18. bis 24. Februar) will die neu gegründete Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen auf die Gefahren des Atemgiftes hinweisen und helfen, die Zahl der CO-Vergiftungen zu reduzieren. Daran beteiligt sich auch die Freiwillige Feuerwehr Nordkirchen.

Gerade im Winter steigt auch in der Schlossgemeinde die Gefahr einer Vergiftung durch die Freisetzung von Kohlenmonoxid innerhalb von geschlossenen Räumen.

In vielen Haushalten werden Kaminöfen betrieben, welche bei einer nicht ordnungsgemäßen Wartung oder falschem Betrieb zur Gefahrenquelle werden.

„Feuerstätten sollten vom Fachmann kontrolliert werden“

„Vor Beginn der Heizperiode sollten die Feuerstätten durch einen Fachmann kontrolliert werden.“, rät der Leiter der Feuerwehr Marc Lohoff Aber auch nach erfolgter Überprüfung rät der Feuerwehrmann zum umsichtigen

Handeln: „Der gleichzeitige Betrieb von Dunstabzugshauben und Kaminöfen sollte nur bei geöffnetem Fenster erfolgen, da die Funktionsweise des Kamins durch diese stark beeinträchtigt werden kann.“, ergänzt Lohoff. Doch nicht nur Kaminöfen bergen Sicherheitsrisiken, auch bei technischen Defekten oder verstopften Abluftrohren von Gasthermen und Ölheizungen kann Kohlenmonoxid austreten.

Gerade Partys bergen ein hohes Risiko

Aber auch unüberlegtes Handeln kann Kohlenmonoxid-Vergiftungen hervorrufen. Gerade Partys in der kalten Jahreszeit bergen ein hohes Risiko. Ein Heizpilz oder eine Gasstrahler sind schnell in der Garage aufgestellt um die Räumlichkeiten aufzuwärmen und grillen möchte auch niemand im strömenden Regen oder bei Schneefall. „Hier steigt die Gefahr dramatisch und man bringt sich und seine Gäste in akute Lebensgefahr“, wird Marc Lohoff deutlich.

Wie entsteht Kohlenmonoxid überhaupt?

Bei einer unvollständigen Verbrennung von zum Beispiel Holz, Gas, Kohle, Papier oder Kunststoff kommt es zur Bildung von Kohlenmonoxid. Von einer unvollständigen Verbrennung spricht man, wenn nicht genügend Sauerstoff vorhanden ist.

Wie äußert sich die Vergiftung durch Kohlenmonoxid?

Übelkeit, Kopfschmerzen, Herzrasen, Benommenheit, Halluzinationen, Apathie, Krampfanfälle und Atemnot sind typische Symptome. Tritt die Vergiftung während des Schlafes ein, wird der Betroffene bewusstlos, die Atmung setzt aus und der Tod tritt ein.

Wie kann ich mich vor einer Kohlenmonoxid-Vergiftung schützen?

Ein sogenannter „CO-Warnmelder“ überprüft ständig die Konzentration von Kohlenmonoxid in der Umgebungsluft und kann bereits geringe Mengen des Atemgiftes erkennen. Anschließend signalisiert er die erhöhte Konzentration mit einem lauten Warnton.

Kohlenmonoxid-Melder sollten in Aufenthalts- und Schlafräumen sowie mindestens in Räumen mit brennstoffbetriebenen Geräten installiert werden.

Was mache ich wenn ein CO-Warnmelder auslöst?

Sobald das schrille Signal zu hören ist sollten umgehend die Räumlichkeiten verlassen werden und die Feuerwehr über den Notruf 112 verständigt werden.

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