Hilfe bei Computer-Problemen: So will Nordkirchen seine Schulen vor Ausfällen schützen

mlzDigitaler Unterricht

Der Unterricht in den Nordkirchener Schulen wird immer digitaler. Probleme entstehen aber bei der Wartung der Technik. Das Problem drängt, wie sich jetzt an der Gesamtschule zeigte.

Nordkirchen

, 06.11.2019, 13:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schulen werden digitaler, statt gedruckter Arbeitspapiere wandern Dokumente aus der Cloud auf die Laptops und Tablet-PCs der Schüler. Die Johann-Conrad-Schlaun-Schule (JCS) ist gerade mittendrin in dieser Entwicklung vom analogen zum digitalen Unterricht.

Wie in vielen anderen Bereichen, in denen mit Computern, Servern und Internettechnologie gearbeitet wird, können auch bei den IT-Systemen von Schulen Ausfälle auftreten. die Frage ist: Wer kümmert sich darum, wenn Rechner, Server oder Netzwerk in Schulen streiken?

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Im ersten Schritt sind es die Lehrer selbst, die Geräte aus- und wieder einschalten, Kabel überprüfen, Software checken. Für diesen „First-Level-Support“ gibt es in den Lehrerkollegien die Medienbeauftragten.

Ausfälle, wie der Hacking-Angriff auf die Internetseite der Gesamtschule in Nordkirchen können die Medienbeauftragten allerdings vor kaum zu bewältigende Aufgaben stellen. Wie also mit solchen technischen Herausforderungen umgehen?

Gemeinden und Städte im Kreis überlegen gemeinsamen Weg

Die elf Gemeinden und Städte im Kreis Coesfeld könnten sich bei der Problematik zusammentun. Darüber haben die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister jetzt beim vergangenen Treffen ihrer regelmäßig stattfindenden Bürgermeisterkonferenzen diskutiert. Die grundsätzliche Idee, bei IT-Fragen gemeinsame Sache zu machen, wäre für die Kommunen keine neue. Vielmehr wäre es ein nächster Schritt.

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Bereits seit 2018 nutzen die Kommunen im Kreis Coesfeld, also auch die Gemeinde Nordkirchen, die Dienste der Citeq, Münsters städtischer IT-Dienstleister für Kommunen, öffentliche Verwaltungen und deren Einrichtungen. Zurzeit beschränke sich dieser Dienst noch auf Verwaltungsaufgaben, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann auf Anfrage erklärt. Dazu gehören zum Beispiel das Meldewesen.

In Münster übernimmt die Citeq allerdings auch schon die IT-Arbeit für Schulen. Das wäre eine Möglichkeit, den „Second-Level-Support“ für Schulen sicherzustellen. Der umfasst laut NRW-Schulministerium zum Beispiel eine Hotline für Störungen oder auch ein Vor-Ort-Service, sofern sich Probleme nicht über die Ferndiagnose lösen lassen.

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Gerade das Beispiel der gehackten Gesamtschul-Homepage zeige laut Bergmann, dass eine gemeinsame und professionellere technische Begleitung nötig sei. Bislang wurde die Internetseite der JCS von ehemaligen Schülern mit dem dafür nötigen Hintergrundwissen betreut. „Das hat bisher auch gut funktioniert“, so der Bürgermeister. Jetzt will die Gemeinde prüfen, ob die Homepage der JCS auch vom selben Dienstleister gestaltet werden kann, den die Gemeinde für ihre Seite beauftragt hat.

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