Corona-Krise: Das ist jetzt im Kreis Coesfeld wieder erlaubt

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Mit einer Woche Verspätung durch die massenhaften Infektionsfälle bei Westfleisch treten ab Montag, 18. Mai, die Lockerungen der Coronaschutzverordnung in Kraft. Welche sind das eigentlich?

Nordkirchen, Olfen

, 17.05.2020, 11:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Infektionsfälle bei der Firma Westfleisch hatten dazu geführt, dass die Landesregierung die Lockerungen der Coronaschutzverordnung, die landesweit am 11. Mai gegriffen haben, für den gesamten Kreis Coesfeld ausgesetzt hatte. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hatte am Freitag, 15. Mai, erklärt, es handele sich um ein „lokales Ausbruchsgeschehen“. Es bestehe kein Grund mehr, die strengeren Auflagen für den Kreis Coesfeld beizubehalten.

Diese Lockerungen kommen nun im Kreis ab Montag, 18. Mai, unter anderem zum Tragen:

  • Nun ist es möglich, dass sich Angehörige zweier Haushalte im öffentlichen Raum treffen. Die allgemeine Abstandsregelung von 1,5 Metern gilt fort, auch die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in bestimmten Bereichen. Ausnahmen: Zwingende berufliche Zusammenkünfte und zulässige sportliche Betätigungen. Nach wie vor gilt: Die Maskenpflicht ist vorerst bis zum 25. Mai 2020 verlängert worden.



  • Die bisherigen generellen Besuchsverbote in Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe sind aufgehoben. Die Auflagen sind unter anderem: Maximal ein Besuch pro Tag und Bewohner von maximal zwei Personen, alle Besucher werden registriert und einem Kurzscreening unterzogen, Besuche finden grundsätzlich in besonderen Besucherbereichen statt, Im Ausnahmefall sind Besuche auch auf den Bewohnerzimmern möglich, zum Beispiel wenn die Einrichtung keinen Besucherbereich hat oder bei bettlägerigen Bewohnern, Besuche sind nicht möglich, wenn in der Einrichtung bei Bewohnern oder Beschäftigten eine Covid-19-Infektion festgestellt wurde.

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  • Die 800 qm-Regel bei den Geschäften wird aufgehoben. Das heißt: Es kann jedes Ladenlokal unabhängig von der Verkaufsfläche wieder öffnen – unter Auflagen zu Abstands-, Zutritts- und Hygieneregeln. Maßstab für die durchzuführende Zugangskontrolle soll ein Kunde pro 10 Quadratmeter sein. Zudem müssen Auflagen zur Vermeidung vom Warteschlangen beachten werden.



  • Folgende Handwerker- und Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand zum Kunden nicht eingehalten werden kann, können wieder erbracht werden, wenn dabei strenge Hygiene- und Infektionsstandards eingehalten werden: Nagelstudios, Maniküre, Kosmetik und Massage.



  • Restaurants und Gaststätten dürfen wieder öffnen, sofern im Innen- und/oder Außenbereich die Einhaltung des Abstandsgebots möglich ist. Eine Begrenzung der Öffnungszeiten ist nicht vorgesehen. Hygieneregeln, wie zum Beispiel 1,5 Meter Tischabstand sind einzuhalten. Personen aus zwei Haushalten dürfen gemeinsam an einen Tisch sitzen. Gastronomiebetreiber müssen die Platzanweisung und eine namentliche Registrierung seiner Gäste sicherstellen. Selbstbedienungsangebote sind nicht zulässig.
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