Corona-Pandemie ist große Herausforderung für Keniahilfe Nordkirchen

Mit vielen Aktionen hat die Keniahilfe Nordkirchen in diesem Jahr bedürftige Familien sowie Schulen unterstützt. Doch die Pandemie ist eine große Herausforderung - in Afrika und Nordkirchen.
Verteilung von Spenden der Keniahilfe Nordkirchen in einer Schule. © Keniahilfe

Seit Beginn der Coronakrise hat der Nordkirchener Verein rund 5000 Euro an bedürftige Familien direkt verteilen können. Weitere Beträge wurden an Schulen für den laufenden Unterhalt gezahlt, auch als Unterstützung für die Lehrer, die praktisch keine Einkünfte mehr haben.

Aufgrund der Pandemie gab und gibt es in Kenia große Probleme in allen Bereichen des täglichen Lebens. Über eine Schulleiterin in Likoni nahe Mombasa steht der Verein in engem Kontakt zu zahlreichen Familien, denen seit Jahren direkt mit den Spenden aus Deutschland geholfen wird.

Der Verein hat direkte Verbindungen nach Kenia. So kann insbesondere mit den Familien oder Einzelpersonen abgesprochen, was von Nordkirchen aus gemacht werden kann. Die Schulleiterin überprüft vor Ort die jeweilige Situation und reicht dann die Nordkirchener Spenden weiter.

Nordkirchener haben persönliche Kontakte in Kenia

Alle unterstützten Personen oder Schulen sind dem Verein persönlich bekannt. Birgit und Bernd Kersting haben den Kontakt in Kenia seit Jahren persönlich gepflegt und wissen, wie angespannt die finanzielle Lage dort ist. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und den fehlenden Touristen ist das Leben sehr schwierig.

Mit den Spenden des Vereins wird punktuell insbesondere mit Lebensmitteln geholfen. Bisher konnten die Kinder in den Schulen mit Frühstück und Mittagessen versorgt werden. Diese Möglichkeiten haben sie aufgrund der überwiegenden Schulschließungen schon seit Monaten nicht mehr. Erst im Februar sollen die Schulen wieder komplett geöffnet werden.

Im Auftrag der Keniahilfe erhielt die Schulleiterin Knight Odoll (l.) vom Vereinsmitglied Margit Weißenberg eine Barspende für diverse Hilfsmaßnahmen.
Im Auftrag der Keniahilfe erhielt die Schulleiterin Knight Odoll (l.) vom Vereinsmitglied Margit Weißenberg eine Barspende für diverse Hilfsmaßnahmen. © Keniahilfe © Keniahilfe

Das Vereinsmitglied Margit Weißenberg war jetzt privat in Kenia. Im Auftrag der Nordkirchener Keniahilfe hat sie dort auch Projekte des Vereins besucht und finanzielle Hilfen verteilt. „Sie stand immer im Kontakt mit dem Vorstand und hat interessante Lageberichte durchgegeben“, berichten die Eheleute Kersting.

Nächste Reise muss um verschoben werden

Seit 12 Jahren fliegen sie im Januar für fünf bis acht Wochen nach Kenia. Ihren privaten Urlaub nutzen sie, um für den Verein vor Ort größere Hilfsaktionen durchzuführen. Aufgrund der Pandemie wird diese Reise zumindest verschoben werden müssen. „Wir hoffen jedoch, im Laufe des nächsten Jahres doch wieder nach Mombasa fliegen zu können. Viele Kleidungsspenden, Schuhe, Spielzeug, Brillen und andere Dinge werden bis dahin gelagert“, erklären die engagierten Eheleute.

Damit grade jetzt in dieser außergewöhnlich schwierigen Zeit noch mehr direkt vor Ort geholfen werden kann, ist der Verein auf weitere Spenden dringend angewiesen. Die Keniahilfe verspricht, dass jeder gespendete Euro zu 100 Prozent in Kenia ankommt. Der Verein ist zu erreichen per Mail: Keniahilfe-Nordkirchen@web.de

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