Darum stinkt es den Mädchen und Jungen der Südkirchener Kita Waldwichtel

Kita Waldwichtel

Die Mädchen und Jungen der Südkirchener Kindertageseinrichtung Waldwichtel sind gern in der Natur. Das gehört zum pädagogischen Programm. Was nicht dazu gehört, sind unschöne Begegnungen.

Südkirchen

13.02.2019, 05:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Darum stinkt es den Mädchen und Jungen der Südkirchener Kita Waldwichtel

Mit ihrem Ergebnis sind die Kinder zufrieden. Jetzt hoffen sie, dass ihre Aktion gegen Hundehaufen im Wald etwas bewirkt. © Kita Waldwichtel

Bei den wöchentlichen Waldbesuchen der Kita Waldwichtel hatten die Kinder und Erzieher in letzter Zeit einige unschöne Entdeckungen. Rund um ihren Bauwagen am Südkirchener Böckenbusch fanden die Kinder mehrere große Hundehaufen. „Früher war das höchstens mal ein Haufen, es ist ganz selten vorgekommen“, sagt Jennifer Wortmann (24) von den Waldwichteln.

Aber seit zwei Monaten habe das Problem mit den „Häufchen“ stark zugenommen. „Meine Kollegin Barbara Bennemann hatte bestimmt schon fünfmal Pech und ist hineingelaufen“, erzählt Wortmann. Wer der Übeltäter sein kann, wissen die Waldwichtel nicht. „Hier laufen oft Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern entlang, aber die sind immer alle angeleint.“ Und „in flagranti“ erwischt haben die Erzieherinnen noch niemanden.

Auch für die Kinder ist das Häufchenproblem unangenehm: Die Waldbesuche jeden Mittwoch haben ja den Sinn, die Natur kennen zu lernen, zu erforschen und mit allen Sinnen wahrzunehmen. Dazu zählt auch das Spiel auf dem Waldboden und der Wiese rund um den bunten Bauwagen. „Stattdessen müssen die Kinder seit einiger Zeit aufpassen, welche Blätter sie aufheben, wo sie hintreten, hinfassen oder sich hinsetzen“, ärgert sich Jennifer Wortmann.

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Einfach Tüten mitnehmen

Die Lösung klingt so: „Wenn Mama und ich mit den Hunden spazieren gehen, nimmt Mama immer Tüten mit und sammelt den Haufen ein. Das ist doch ganz einfach!“, sagt die fünfjährige Linda-Sophie.

So einfach wie es in der Theorie klingt, scheint es aber in der Praxis nicht zu sein. „Uns stinkt es“, erklärten die Mädchen und Jungen. Deshalb überlegten die Kinder, wie sie die Hundehalter darauf aufmerksam machen können, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu beseitigen.

Darum stinkt es den Mädchen und Jungen der Südkirchener Kita Waldwichtel

Die Kinder bemalten die Schilder. © Kita Waldwichtel

Die Kinder haben eine Lösung: Einfach Tüten mitnehmenDabei bräuchte diese Vorsicht gar nicht zu sein. Die Lösung klingt so: „Wenn Mama und ich mit den Hunden spazieren gehen, nimmt Mama immer Tüten mit und sammelt den Haufen ein. Das ist doch ganz einfach!“, sagt die fünfjährige Linda-Sophie.

So einfach wie es in der Theorie klingt, scheint es aber in der Praxis nicht zu sein. „Uns stinkt es“, erklärten die Mädchen und Jungen. Deshalb überlegten die Kinder, wie sie die Hundehalter darauf aufmerksam machen können, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu beseitigen.

„Wir können es ja auf einen Zettel schreiben!“, war Mikas Idee. Daraus entwickelte sich gemeinschaftlich die Idee, wetterfeste Schilder zu bauen und aufzustellen.

Und so kauften die Kinder mit ihren Erzieherinnen im Baumarkt ein und machten sich an die Arbeit. Am nächsten Waldtag stellten die Kinder die Schilder auf, so dass man sie schon von Weitem sehen kann.

Darum stinkt es den Mädchen und Jungen der Südkirchener Kita Waldwichtel

Auch das Eingraben der Schilder übernahmen die Kinder. © Kita Waldwichtel

„Bleibt zu hoffen, dass die Schilder etwas bewirken und die Kinder wieder in einer sauberen Umgebung spielen können“, heißt es von Seiten des Erzieherinnenteams.

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