Der Buswendeplatz an der Mauritiusschule soll umgestaltet und dadurch sicherer werden

Mauritiusschule

Schluss mit dem morgendlichen Durcheinander an der Mauritiusschule: Die Gemeinde Nordkirchen will den Buswendeplatz neu gestalten, um das Unfallrisiko für die Kinder zu senken.

Nordkirchen

, 18.09.2019, 10:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Buswendeplatz an der Mauritiusschule soll umgestaltet und dadurch sicherer werden

Der Buswendeplatz rechts neben der Mauritiusschule soll bald umgestaltet werden. © Oskar Neubauer

Das morgendliche Durcheinander auf dem Buswendeplatz der Mauritiusschule in Nordkirchen soll bald ein Ende bekommen. Der vorhandene Platz, der keine wirkliche Verkehrsführung vorgibt, soll umgestaltet und übersichtlicher werden. Zum Schutz der Kinder.

Als eine bislang „ungeordnete Fläche“ bezeichnet der Nordkirchener Bauamtsleiter Josef Klaas im Gespräch mit der Redaktion den Bereich nördlich der Mauritiusschule. So gehört es dort zum allmorgendlichen Schauspiel, dass sich hier Elterntaxis, Grundschüler und Busse in die Quere kommen.

Aktionen mit Schule und Polizei haben nur wenig gebracht

In der Vergangenheit hat die Gemeinde unter anderem versucht, gemeinsam mit der Polizei und der Schule mit Aktionen vor Ort auf das Verkehrschaos aufmerksam zu machen. Mit wenig Erfolg.

Der Buswendeplatz an der Mauritiusschule soll umgestaltet und dadurch sicherer werden

So sehen die Pläne für die neue Bushaltestelle an der Mauritiusschule aus. Blau eingezeichnet ist die Schule, im oberen Bereich ist der neue Kindergarten zu sehen. Dazwischen der Haltebereich für Busse. © Grafik: ibak Ingenieure

Vor allem Eltern standen dort im Fokus, weil viele, die ihre Kinder dort morgens mit dem Auto zur Schule bringen, die Fläche zum Halten nutzten. Hinzu seien der Busverkehr, Schüler, die mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule kamen, und Falschparker auf dem Buswendeplatz gekommen, wie Josef Klaas erklärt.

Durch den neuen Kindergarten am Streichelzoo ist ein weiterer Faktor in der Gesamtrechnung dazugekommen. „Wir wollen jetzt eine geregelte Situation schaffen“, kündigt Klaas an.

Verkehrsführung soll klarer erkennbar sein

In der Mitte der Fläche soll eine Verkehrsinsel mit sieben Stellplätzen entstehen. Die Verkehrsführung wird klarer gestaltet, weil sich die Fahrtrichtung um die Insel herum bewegt. Einfahrende Autos müssen sich automatisch rechts orientieren, so Klaas.

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In der Verlängerung der Strecke Richtung Kinderheilstätte kommen laut Plan weitere 15 Parkplätze hinzu. Hol- und Bringzonen, wie es sie zum Beispiel an einigen Grundschulen in Selm gibt, seien an der Mauritiusschule aus Platzgründen nicht möglich, erklärt der Bauamtsleiter.

Umbau soll zum größten Teil mit Fördermitteln finanziert werden

Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, müsse klar sein, dass sie nicht direkt vor der Schule parken könnten, sondern auch eine gewisse Strecke zu Fuß vom Auto zur Schule zurücklegen müssten, macht Klaas deutlich.

Die Busstation, die an der Mauritiusschule entstehen soll, ist mit Gesamtkosten in Höhe von 380.000 Euro im Haushalt eingeplant. Fördermittel seien aber bereits beantragt, so der Bauamtsleiter. Die Chancen, dass die Gemeinde eine Förderung in Höhe von rund 240.000 Euro vom Verband Nahverkehr Westfalen-Lippe bekommt, stünden gut.

Optimal wäre ein Baustart im Winter, macht Josef Klaas deutlich, möglicherweise verschiebe sich der Umbau auf die Osterferien. Die Gemeinde rechnet mit einer Bauzeit von sechs bis acht Wochen.

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