Die neue Mensa der Fachhochschule für Finanzen soll mehr sein als eine Futterkrippe

mlzEinweihung

Die neue Mensa der Fachhochschule für Finanzen ist am Mittwoch offiziell eingeweiht worden. Für die strahlenden Gesichter der Verantwortlichen gab es viele gute Gründe.

Nordkirchen

, 28.11.2018, 17:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Berliner Flughafen lässt grüßen. Viele öffentliche Bauvorhaben werden deutlich später als geplant fertig und kosten unter dem Strich deutlich mehr als veranschlagt. Es geht aber auch anders. Die neue Mensa der Fachhochschule für Finanzen hat am Ende gut 10 Millionen Euro gekostet - und damit weniger als das Land veranschlagt hatte. Dazu gab es eine minimale Verspätung von gerade einmal zwei Wochen.

Ruhe kehrt vorerst auf dem Gelände der Fachhochschule nicht ein. Derzeit entstehen zwei neue Wohngebäude für insgesamt 150 Studenten. Die Generalplanung liegt wie schon bei der Mensa bei RKW Architektur, einem großen Düsseldorfer Büro mit einem Nebenstandort in Münster. Die neuen Wohnungen sollen zum Semesterstart im Sommer 2019 fertiggestellt sein.

Ruhe kehrt vorerst auf dem Gelände der Fachhochschule nicht ein. Derzeit entstehen zwei neue Wohngebäude für insgesamt 150 Studenten. Die Generalplanung liegt wie schon bei der Mensa bei RKW Architektur, einem großen Düsseldorfer Büro mit einem Nebenstandort in Münster. Die neuen Wohnungen sollen zum Semesterstart im Sommer 2019 fertiggestellt sein. © Thomas Aschwer

Fakten, die Jörg Hansen vom Finanzministerium NRW bei der offiziellen Einweihung ausdrücklich betonte. Möglich gemacht habe das die hohe Professionalität aller Beteiligten bei diesem Großprojekt. Kein Wunder, dass die Stimmung bei der kleinen Feierstunde ausgesprochen gut war. Zumal auch aus Sicht des Landes der Neubau einer Mensa zwingend notwendig war. Hansen sprach von einem „großen Sanierungsstau“ in der alten Mensa und von der Notwendigkeit, neue Technik und eine neue Essenskultur einzuführen.

Die neue Mensa soll keine schlichte Futterkrippe sein

Über Jahrzehnte waren die Abläufe in der Mensa der Fachhochschule eingeübt: Tablett nehmen, sich in die Reihe stellen und dann die Wunschspeise geben lassen. Alles Schnee von gestern. Heute gibt es drei große Servicestationen, die die Studenten ansteuern. Sie wählen aus einem deutlich größeren Angebot aus und bedienen sich selbst. Alles ganz im Sinne des Landes. „Die neue Mensa soll keine schlichte Futterkrippe sein“, sagt Hansen. „Es ist alles sehr sorgfältig ausgesucht worden“, ergänzte die FHF-Leiterin Claudia Potthoff-Kowol. Sie wies auf kleine Details wie bei den Stühlen hin, die bequem mit einer Hand vom Tisch gezogen werden können.

Als sichtbares Zeichen der offiziellen Einweihung gab es am Mittwoch in Mensa der Fachhochschule auch die obligatorische Schlüsselübergabe. Cladia Potthoff-Kowol betonte dabei, wie wichtig das neue Gebäude für die Fachhochschule sei. Vor dem Start waren allerdings viele Fragen zu Themen wie Denkmalschutz oder Parkplätze zu kehren.

Als sichtbares Zeichen der offiziellen Einweihung gab es am Mittwoch in Mensa der Fachhochschule auch die obligatorische Schlüsselübergabe. Cladia Potthoff-Kowol betonte dabei, wie wichtig das neue Gebäude für die Fachhochschule sei. Vor dem Start waren allerdings viele Fragen zu Themen wie Denkmalschutz oder Parkplätze zu kehren. © Thomas Aschwer

Umgesetzt hat die Ideen und Wünsche das Düsseldorfer Planungsbüro RKW Architektur, das seit wenigen Jahren auch einen Nebenstandort in Münster hat. Projektleiter Sven Schneider erläuterte beim Rundgang, welch besondere Anforderungen etwa an den Denkmalschutz zu erfüllen waren. Die auffälligsten Elemente des teuren Gebäudes sind jedoch die Lärmschutzelemente aus Naturmoos. Sie reduzieren den Lärm in der Mensa und sind zugleich ein optischer Blickfang. Die großen Fensterflächen und schmalen Säulen verleihen dem zweigeschossigen Gebäude eine Leichtigkeit und sind zugleich Blickfang.

Lichtdurchflutet und freundlich ist die neue Mensa. Sie soll nach dem Willen des Landes und der FHF-Leitung auch ein Raum der Begegnung werden. Mit ihren genau 603 Plätzen ist sie aber nicht groß genug für alle Studenten. Mittlerweile studieren hier mehr als 1000 junge Frauen und Männer, um später in der Finanzverwaltung des Landes NRW tätig zu werden.

Lichtdurchflutet und freundlich ist die neue Mensa. Sie soll nach dem Willen des Landes und der FHF-Leitung auch ein Raum der Begegnung werden. Mit ihren genau 603 Plätzen ist sie aber nicht groß genug für alle Studenten. Mittlerweile studieren hier mehr als 1000 junge Frauen und Männer, um später in der Finanzverwaltung des Landes NRW tätig zu werden. © Thomas Aschwer

Bis Sommer 2019 entstehen weitere 150 Studenten-Wohnungen

In den nächsten Monaten wird sich der Bereich weiter entwickeln. Die Außenbeleuchtung soll ergänzt werden, zudem ist für das nächste Jahr eine neue Außengastronomie geplant. So wirklich Ruhe genießen können die Studenten aber erst dann, wenn zum Semesterstart 2019 auch die beiden neuen Wohngebäude für insgesamt 150 Studenten fertig sind. Auch dieses Projekt wird von RKW Architektur umgesetzt. Danach können endlich auch die Wohncontainer verschwinden.

Claudia Potthoff-Kowol, neue Leiterin der Fachhochschule für Finanzen, bedankte sich bei der offiziellen Eröffnung der Mensa stellvertretend bei Wirtschaftsleiter Marcus Schaut für die großartige Leistung des gesamten Küchenteams beim Umzug von der alten in die neue Mensa. Ohne ein Probekochen hätten die Mitarbeiter einen hervorragenden Kaltstart absolviert.

Claudia Potthoff-Kowol, neue Leiterin der Fachhochschule für Finanzen, bedankte sich bei der offiziellen Eröffnung der Mensa stellvertretend bei Wirtschaftsleiter Marcus Schaut für die großartige Leistung des gesamten Küchenteams beim Umzug von der alten in die neue Mensa. Ohne ein Probekochen hätten die Mitarbeiter einen hervorragenden Kaltstart absolviert. © Thomas Aschwer

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