Das frei verfügbare Jahreseinkommen ist das, was nach Abzug der Steuern und Ausgaben wie Mieten über bleibt. © dpa
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Die Nordkirchener sind reicher als die Olfener – Olfen kreisweit Letzter

Das statistische Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen hat Zahlen zur Einkommensstatistik veröffentlicht. Nordkirchen und Olfen liegen über dem Landesdurchschnitt.

Die Bürger aus Olfen und Nordkirchen besitzen ein höheres frei verfügbares Einkommen als der durchschnittliche Bürger in Nordrhein-Westfalen. Das geht aus den Zahlen der neuen Statistik des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervor. Im Kreis Coesfeld selber liegt Olfen aber weit hinten. Nordkirchen ist höher gerankt.

Im Jahr 2019 verfügte der durchschnittliche Olfener über ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 23.404 Euro. Darunter verstehen Statistiker das Einkommen, das die Menschen entweder ausgeben oder sparen können. Kosten wie die Miete oder die Ausgaben für Strom und Gas sind schon abgezogen.

Im Vergleich zu 2018 (22.633 Euro) bedeutet das in Olfen einen Zuwachs von 772 Euro. Insgesamt zeigt sich der Trend in Olfen erfreulich. Seit 2013 hat der durchschnittliche Olfener 3903 Euro pro Jahr mehr in der Tasche, um es auszugeben.

Der landesweite Durchschnitt in NRW liegt bei 23.093 Euro. Damit liegen die Olfener knapp über dem Schnitt. Deutlicher drüber sind die Nordkirchener. Dem durchschnittlichen Nordkirchener steht ein frei zu verfügendes Einkommen pro Jahr von 25.212Euro zur Verfügung. Damit liegt die Gemeinde im NRW-weiten Ranking auf Platz 105 – von 396 Plätzen.

In Nordkirchen ist der Zuwachs seit 2013 allerdings nicht ganz so hoch ausgefallen wie in Olfen. Dort kamen „lediglich“ 3028 Euro dazu. Das merkt man auch in der Rangliste. Während die Gemeinde im Jahr 2016 schon mal auf Platz 51 geführt wurde, ist sie in drei Jahren um etwas mehr als das zurückgefallen. Olfen liegt in diesem Ranking auf Platz 240.

Im kreisweiten Vergleich reiht sich Nordkirchen knapp vor dem Kreisschnitt ein, der liegt bei 25.107 Euro. Olfen liegt im Kreis auf dem letzten Platz. Das meiste verfügbare Einkommen im Kreis Coesfeld hat im Übrigen Lüdinghausen (29.361 Euro), gefolgt von Billerbeck (27.628 Euro) und Nordkirchen.

Das meiste zu verfügende durchschnittliche Einkommen haben die Bürger aus dem Örtchen Attendorn im Kreis Olpe. Dort standen dem Durchschnittsbürger im Jahr 2019 53.601 Euro zur Verfügung. Damit ist Attendorn aber auch die Ausnahme schlechthin in NRW. Bereits auf Platz zwei haben die Bürger aus Schalksmühle aus dem märkischen Kreis fast 16.000 Euro weniger im Durchschnitt zur Verfügung (37.686 Euro).

Das durchschnittliche verfügbare Einkommen gilt als Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung in den Gemeinden. Es kann Aussagen zur lokalen Kaufkraft tätigen, lässt die regionale Preisentwicklung aber außen vor.

Insgesamt wird das verfügbare Einkommen in Olfen auf 302 Millionen Euro und in Nordkirchen auf 254 Millionen Euro veranschlagt. Das ist ein Plus von 4,4 Prozent in Olfen und von 3,8 Prozent in Nordkirchen im Vergleich zu 2018. Insgesamt kommt NRW 2019 auf rund 414,3 Milliarden Euro. Von allen Städten und Gemeinden des Landes wiesen die Städte Köln (25,4 Milliarden Euro, pro Kopf 23.339 Euro) und Düsseldorf (16,9 Milliarden Euro, pro Kopf 27.199 Euro) die höchsten Einkommenssummen auf.

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