DRK bot 1200 Liter Erbsensuppe zum Verkauf an

NORDKIRCHEN Es brodelte und köchelte in den riesigen Behältern der Feldküchen. Dampfschwaden umgaben die Mitarbeiterinnen, die beständig rührten, damit nichts anbrennt. Verlockend roch die Erbesensuppe, die der DRK am Samstag unter das Volk bringen wollte. Doch fand sie auch den verdienten Absatz?

von Von Antje Pflips

, 29.03.2009, 13:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
DRK bot 1200 Liter Erbsensuppe zum Verkauf an

<p>Inge Szisor holt Erbseneintopf für den Naturkindergarten. Ewald Bürger (vorne) nimmt einige Portionen für sich und seine Familie mit. Gerne befüllt Leo Kortmann mit der halben Liter Kelle die Gefäße. Pflips</p>

1200 Liter Erbseneintopf kochten Georg Hövener, Bastian Stellmacher und Enrico Schmitt in den 60 und 120 Liter fassenden Behältern. Rotkreuzleiter René Feuersträter übernahm die Organisation dieses Unterfangens, das Dank der vieler ehrenamtlicher Helfer sehr erfolgreich war. "Heute morgen um 5 Uhr haben wir angefangen," erzählte er. Einige Vorbereitungen wurden bereits am Abend vorher getroffen. 200 Kilo Kartoffeln, 25 Kilo Zwiebeln und Karotten, 120 Kilo Mettwurst und 70 Kilo Speck sind nur einige Zutaten, die normale Haushalte sprengen würden. 15 Helfer machten mit 15 Mitarbeiter waren damit beschäftigt, die Lebensmittel zuzubereiten. Unterstützung erhielt das DRK Nordkirchen vom DRK Stendal, mit dem seit 2006 eine enge Zusammenarbeit besteht. Zum ersten Mal war bei dieser Aktion ein elektronischer Schnellkochtopf im Einsatz. "Die Feldküchen werden alle mit Gas betrieben, oder können auch mit Holz befeuert werden", erklärte Georg Hövener und zeigte auf eine Klappe am Boden der Apparatur. Der Schnellkochtopf habe den Vorteil, sauberer zu kochen, aber nur unwesentlich kürzer. "Wir sparen dabei eine viertel Stunde," so Feuersträter. Üblicherweise braucht der Eintopf zwei Stunden, um fertig zu sein. Aber auch das DRK mit seinen großen Behältern musste etappenweise kochen. "Drei Durchgänge werden gekocht," erklärte Feuersträter. Das Ziel sei es, um 12 Uhr die letzte Portion fertig zu haben. Wie gut den Nordkirchenern der Eintopf schmeckt zeigte, dass bereits um 9 Uhr die ersten Interessenten am DRK-Heim eintrafen. "Erbseneintopf aus der Feldküche schmeckt eben am besten", meinte auch Feuersträter. Rollender Mittagstisch unterwegs

Leo Kortmann und Reinhard Niehues befüllten mit der mächtigen Halbliterkelle die Gefäße. Hinter dieser Kochaktion steht der Missionsausschuss der Kirchengemeinde St. Mauritius. Bereits seit 35 Jahren wird der "Rollende Mittagstisch" angeboten. Vorher in Zusammenarbeit mit der Finanzhochschule und seit den 90er Jahren mit dem DRK. Doch den Eintopf gab es nicht nur am DRK Heim. 25 Fahrzeuge mit freiwilligen Helfern und Schülern der Gesamtschule waren in Nordkirchen unterwegs und belieferten die Haushalte. Der Erlös ist für die Projekte von Missionsschwester Gloria in Sambia bestimmt.

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