Bekifft hinterm Steuer: Darum gibt es in letzter Zeit wohl immer mehr Fälle

Drogenfahrten

Es ist auffällig: Immer häufiger stellt die Polizei Fahrer, die sich nach dem Konsum von Drogen ans Steuer setzen. Dabei gibt es ein Rauschmittel, das die Polizei besonders häufig feststellt.

Nordkirchen

, 27.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Am vergangenen Wochenende ist besonders aufgefallen: Gleich mehrere bekiffte Autofahrer waren auf den Straßen des Kreises Coesfeld unterwegs - unter anderem in Nordkirchen und Lüdinghausen. Dabei - so teilt es die Polizei auf Anfrage mit - hat an diesem Wochenende nicht einmal eine Schwerpunktkontrolle oder ähnliches stattgefunden.

„Die Fahrer sind ganz einfach in der normalen Streckenkontrolle durch ihr Verhalten aufgefallen. Weil sie besonders langsam oder Schlagenlinien gefahren sind zum Beispiel“, sagt Polizeisprecher Bjoern Korte. Wenn der Polizei solch ein Verhalten auffalle, halte sie die Wagen in an, schaue den Fahrern in die Augen.

Dunkelziffer lichtet sich möglicherweise

Und wenn sich der Verdacht erhärte, gibt es seit einigen Jahren einen zuverlässigen Drogentest, der vor Ort gemacht werden kann. Es handelt sich dabei um einen Urintest, wie Bjoern Korte erklärt, der ähnlich wie der Alkohol-Schnelltest der Polizei relativ schnell ein Ergebnis liefert.

Das ist, so sagt er, möglicherweise auch der Grund, warum es in letzter Zeit mehr Berichte über Drogenfahrten gibt: „Da lichtet sich durch die Test möglicherweise gerade die Dunkelziffer“, sagt Bjoern Korte.

In jeden Fall, so sagt es der Polizeisprecher weiter, gebe es ein Rauschmittel, das bei Drogenfahrten von der Polizei am häufigsten festgestellt wird: Marihuana.

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