Eurobahn im Streik: Betroffen ist auch „der Lüner“ - die RB 50

Bahnstreik

Streik bei der Eurobahn. Noch immer gibt es keine Lösung im Tarifstreit zwischen der EVG und dem Bahnbetreiber Keolis. Das hat Auswirkungen auf die Bahnfahrer - auch auf der Linie RB 50.

Capelle, Werne, Lünen

, 02.01.2020, 15:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Streik bei der Eurobahn hat auch Auswirkungen auf den Lüner.

Der Streik bei der Eurobahn hat auch Auswirkungen auf den Lüner. © Günther Goldstein (Archiv)

Im neuen Jahr geht es gleich weiter mit dem Tarifstreik zwischen der Eisenbahn-und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und dem privaten Bahnbetreiber Keolis, der die Eurobahn betreibt. Die Eurobahn meldete am Donnerstag vereinzelte Zugausfälle.

„Der Lüner“ - die Regionalbahn (RB) 50 von Münster nach Dortmund beziehungsweise andersrum, die auch in Capelle, Werne und Lünen hält - ist von Ausfällen oder Verspätungen zwar nicht direkt betroffen, doch auch hier bekommen Bahnreisende den Streik in Form von Wageneinsparungen zu spüren.

Nur noch die Hälfte an Sitzplätzen

So fährt die RB 50 ab Donnerstag teilweise nur in einer Einfach- statt wie gewohnt in einer Doppeltraktion - also nur noch mit einem statt mit zwei Zugteilen. Das bedeutet für die Fahrgäste: Derzeit gibt es teilweise nur die Hälfte an Sitzplätzen.

Wie uns eine Sprecherin der Eurobahn mitteilte, habe sich das Unternehmen dazu entschieden, „das Sitzplatzangebot netzübergreifend zu reduzieren, um technische Ressourcen zu schonen“.

Einstellung der Linie nicht geplant

Dass es auf der Linie zu Ausfällen kommen könnte, wollte die Sprecherin nicht gänzlich ausschließen: „Es kann zu Ausfällen kommen, es ist aber keine Gesamteinstellung der Linie geplant.“

Am Donnerstagvormittag gab es derweil keine Ausfälle der RB 50. Alle streikbedingten Maßnahmen sind laut der Sprecherin vorerst bis einschließlich Sonntag, 5. Januar, gültig.

Ausfälle auf anderen Linien

Seit dem vergangenen Wochenende gilt neben den Kapazitätsabweichungen der Züge zusätzlich ein anderes Konzept der Eurobahn. Das Unternehmen ist gezwungen, auf der Linie RB 66 zwischen Münster und Osnabrück mit Bussen statt mit Zügen zu fahren. Zudem werden Fahrgäste der Linie RE 78 gebeten, zwischen Bielefeld und Minden auf die Linien RE 6 und RE 70 auszuweichen.

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Darüber hinaus gibt es auch Ausdünnungen im Fahrplan: Die Linie RB 59 von Dortmund nach Soest fährt beispielsweise nur noch im Ein-Stunden-Takt statt wie bisher halbstündig.

Streiks dauern weiter an - ein Ende ist ungewiss

Am 4. Dezember 2019 hatte die EVG ihren Streik bei der Eurobahn gestartet und das Unternehmen bis zum 30. Dezember täglich bestreikt. Die EVG fordert für die Beschäftigten 7,5 Prozent mehr Geld, Zeitguthabenkonten sowie eine betriebliche Altersvorsorge.

Am Freitag, 27. Dezember 2019, hat das Eurobahn-Unternehmen Keolis der EVG ein neues Angebot vorgelegt.

Eurobahn informiert online über Streiks

Die Eurobahn bittet die Fahrgäste, sich stets über die Homepage www.eurobahn.de/verkehrslage/ zu informieren.

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