Fackelzug durch Nordkirchen: 25 Fotos von einem ungewöhnlichen Spaziergang zum Schloss

mlzTourist Information

Menschen mit Fackeln sind am Freitagabend durch Nordkirchen gezogen - ganz ohne Sankt Martin. Sie haben aus einem anderen Grund den Ortskern in heimeliges Licht getaucht.

Nordkirchen

, 24.11.2019, 14:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als am Freitagabend (22.11.) der Adventsbasar „Wunderwerke“ in den Caritas-Werkstätten schloss und sich die Besucherreihen dort lichteten, wollten nicht alle nach Hause gehen. Ein dutzend Menschen blieben an der Mühlenstraße, um einen ganz besonderen Rundgang zu unternehmen.

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Fackelwanderung durch Nordkirchen

Eine ganz besondere Wanderung fand am 22.11. durch Nordkirchen statt. Fackeln hellten dabei nicht nur den Weg auf, sondern auch den Blick in die Geschichte.
24.11.2019
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Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein
Mit Fackeln in der Hand sind die Teilnehmer einer ganz besonderen Wanderung durch Nordkirchen gezogen.© Günther Goldstein

Katrin Schürmann Schlieker von der Touristen Information erwartete sie und Melanie Storm, ausgebildete Natur- und Landschaftsführerin. Die beiden führten die Gruppe. Vorher verteilten sie aber wichtige Utensilien: brennende Fackeln.

Erste Station war das Bürgerhaus

Der Weg führte nicht nur durch den Ort, sondern auch durch seine Geschichte. Erstes Ziel war das Bürgerhaus, das 1991 nach umfangreichen Umbau eröffnet wurde. Das romantische Licht der Fackeln passte. Denn auch in diesem Gebäude können Paare heiraten - genauso wie im Hochzeitstürmchen vom Wasserschloss, im Heimathaus in Capelle und im Rathaus.

Am Schloss Nordkirchen legte die Gruppe eine längere Pause ein - nicht nur, weil es zu dem bedeutendsten Gebäude der Schlossgemeinde besonders viel zu erzählen gibt, sondern weil dort auf der Freitreppe Glühwein serviert wurde. Während sich die Teilnehmer an den Getränken aufwärmten berichtete Melanie Storm über den Grafen Esterhazy. „Der hat nach einer gewonnen Pferdewette vor lauter Glück die gesamten Dorfgemeinschaft unter Alkohol gesetzt“, erzählte sie.

Nikolaus Esterhazy gründet Pferdegestüt in Nordkirchen

Die Grafen Esterházy de Galantha hatten ohnehin Wohlstand ins Dorf gebracht. 1833 hatte Gräfin Maria von Plettenberg den ungarischen Grafen Nikolaus Franz Esterházy de Galantha geheiratet. Für die Nordkirchener Pfarrkirche stiftete der Graf unter anderem einen neuen Hochaltar und zwei Seitenaltäre. Nikolaus, der Sohn des Grafenpaares, war Begründer eines erfolgreichen Pferdegestüts in Nordkirchen.

Vom Schloss führte der Weg auf geradem Weg zur Schloßstraße. Dort hatten zahlreiche Geschäfte immer noch geöffnet und luden zum Abendbummel. Vor dem Geschäft Bomholt dampfte ein Topf mit Glühwein. „An einem solchen Abend ziehen wir hier an einem Strang“, sagte Michael Bomholt: „Das Hotel hat den Glühwein gemacht, den wir hier ausschenken, gegenüber bietet die Eisdiele Eier- und Kinderpunsch an“.

Tempo 30 für die Schloßstraße gewünscht

Wegen eines Unfalls auf der Ermener Straße in Höhe Mühlenstraße drängten sich auf der Schloßstraße mehr Fahrzeuge als üblich. Die Polizei hatte die Ermener Straße zwischenzeitlich gesperrt. „Wir hatten schon lange keine Lkw mehr hier auf der Schloßstraße“, so Bomholt. Das zeige einmal mehr, „wie wichtig es wäre für diese enge Durchfahrt endlich ein Tempo 30 durchzusetzen“. Bomholt will sich dafür stark machen.

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