Ferien-Intensiv-Training soll Zuwanderer-Kindern beim Deutschlernen helfen

Förderung

Wie können Kinder aus Zuwandererfamilien beim Deutschlernen unterstützt werden? Die Nordkirchener Grünen wollen dafür ein spezielles Angebot des Landes NRW nutzen.

Nordkirchen

, 22.04.2021, 09:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zusätzlich zum Deutschunterricht in den Schulen gibt es in Nordkirchen spezielle Angebote, um Kindern aus Zuwandererfamilien den Spracherwerb zu erleichtern. Bald könnte ein weiteres Programm dazukommen.

Zusätzlich zum Deutschunterricht in den Schulen gibt es in Nordkirchen spezielle Angebote, um Kindern aus Zuwandererfamilien den Spracherwerb zu erleichtern. Bald könnte ein weiteres Programm dazukommen. © Mona Wellershoff (A)

Mit dem Programm „FerienIntensivTraining- FIT in Deutsch“ will das Ministerium für Bildung und Schule in NRW Kindern von Zuwanderer-Familien erleichtern, die deutsche Sprache zu lernen. Könnte das Ferien-Lern-Angebot auch für Nordkirchen in Frage kommen? Aus Sicht der Ratsfraktion von Bündnis ‘90/Die Grünen wäre das Ferien-Lern-Programm eine sehr gute Ergänzung zum Deutschunterricht für Zuwanderer-Kinder. Im Familienausschuss der Gemeinde haben die Grünen einen entsprechenden Antrag gestellt, die Voraussetzungen zu prüfen, um das Ferien-Intensiv-Training auch in der Schlossgemeinde anzubieten.

Deutsch-Lücken füllen und erfolgreicher am Unterricht partizipieren“

Das „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ ist ein außerunterrichtliches Angebot, welches in den Oster-, Sommer- und Herbstferien stattfinden kann. „Die intensive Deutschförderung in der Ferienzeit soll es gerade dieser Schülergruppe erleichtern, Lücken im Bereich der Deutschkenntnisse zu füllen, erfolgreicher am Unterricht zu partizipieren und ihren Alltag nach den Ferien besser zu bewältigen“, so die Begründung der Grünen.

Tatsächlich habe die Verwaltung bereits 2020 geprüft, ob das Programm auch für Nordkirchen sinnvoll wäre, wie Alina Kundt, Leiterin des Fachbereichs Bürgerservice, Familie, Soziales im Ausschuss deutlich machte. Das Problem liege bei dem Programm in der Mindest-Teilnehmerzahl von 15 Schülern. Um diese Anzahl zusammenzubekommen, wäre eine Mischung aus Schülern der Primarstufe und der Sekundarstufen I und II nötig. Diese Altersgruppen zu mischen, nannte Kundt allerdings „nicht zielführend“.

Stattdessen habe die Gemeinde ein Ferienangebot für sozial schwache Familien im Ortsteil Nordkirchen organisiert. Das Programm ging über drei Wochen und hat die Klassen 1 bis 8 umfasst, so Alina Kundt.

Antrag der Grünen fand Mehrheit im Ausschuss

In Südkirchen und Capelle gab es ein spezielles Programm für Kinder aus Flüchtlingsfamilien. Das Ferienangebot in Kleinstgruppen wurde über das Kreis-Integrationszentrum organisiert.

Trotz der genannten Alternativen fand der Vorschlag der Grünen in den Fraktionen allerdings Zustimmung. So fand der Antrag in der Abschließenden Abstimmung eine Mehrheit im Ausschluss und wurde so als Prüfauftrag an die Gemeindeverwaltung weitergegeben.

Finanziert wird das Ferien-Intensiv-Training teils aus Mitteln des Landes, aber auch vom Träger, in diesem Fall also der Gemeinde. Der Anteil des Landes beträgt dabei maximal 80 Prozent.

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