Feuerbestattungen und Urnenbegräbnisse im Trend

Bestatter im Interview

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Emnid zufolge hält ein Drittel der Deutschen ein Grabmal für unwichtig. Wandelt sich die Trauerkultur? Kurz vor Allerheiligen haben wir mit Bestatter Werner Wiedenhorst über das Thema gesprochen.

NORDKIRCHEN

von Von Miriam Instenberg

, 30.10.2013, 17:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Werner Wiedenhorst ist seit 25 Jahren Bestatter in Nordkirchen. Gravierende Veränderungen in der Trauerkultur hat er nicht feststellen können.

Werner Wiedenhorst ist seit 25 Jahren Bestatter in Nordkirchen. Gravierende Veränderungen in der Trauerkultur hat er nicht feststellen können.

Zur Person
Werner Wiedenhorst ist 59 Jahre alt. Das Bestattungswesen ist sein zweites Standbein – eigentlich betreibt er an der Aspastraße 4 eine Tischlerei. 20 bis 30 Bestattungen führt er pro Jahr durch. Er ist von Anfang bis Ende dabei – von der ersten Beratung bis zur Beisetzung.

Dass es immer mehr Rasengräber gibt, liegt glaube ich daran, dass die Kinder vieler Verstorbenen oft nicht mehr vor Ort leben. Die sind ja heute im ganzen Bundesgebiet berufstätig. Früher war es so, dass einer vor Ort geblieben ist und sich dann auch um das Grab kümmern konnte. Das ist heute seltener der Fall. Zum Teil hat das auch Kostengründe. Bei einem Urnengrab ist die Grabfläche kleiner, das bedeutet auch, dass weniger Pflege nötig ist. Außerdem hat sich früher die Kirche stärker gegen Feuerbestattungen gesträubt. Das sieht man jetzt offener.

Ich habe das Gefühl, dass viele Angehörige, die zu mir kommen, heute mehr Wert auf eine exklusivere Bestattung legen. Das heißt, es darf alles ein bisschen hochwertiger sein, die Beisetzungsfeier ist dann ganz anders ausgeschmückt. Das kommt aber natürlich immer auf die finanzielle Lage der Angehörigen an.

 

Zur Person
Werner Wiedenhorst ist 59 Jahre alt. Das Bestattungswesen ist sein zweites Standbein – eigentlich betreibt er an der Aspastraße 4 eine Tischlerei. 20 bis 30 Bestattungen führt er pro Jahr durch. Er ist von Anfang bis Ende dabei – von der ersten Beratung bis zur Beisetzung.

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