Feuerwehr bestand Test

Übung

Rauch dringt aus einem Fenster im Obergeschoss, von draußen kann man jemanden laut husten hören, Feuerwehrmänner rollen hektisch Schläuche aus oder dringen mit Sauerstoffmasken in das alte, leer stehende Gebäude - mindestens drei Personen werden darin vermisst - Szenario einer Feuerwehrübung.

Südkirchen

17.04.2011, 14:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alle Vermissten wurden aus der alten Molkerei gerettet - bei der Feuerwehrübung am Samstag ging alles glatt über die Bühne.

Alle Vermissten wurden aus der alten Molkerei gerettet - bei der Feuerwehrübung am Samstag ging alles glatt über die Bühne.

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Feuerwehrübung

In Nordkirchen übte die Feuerwehr für den Ernstfall
17.04.2011
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Der Rauch wurde bei der Übung durch eine Nebelmaschine erzeugt.© Fotos: Marie Rademacher
Feuerwehrmänner in Aktion gab es am Samstag bei der Übung der Löschzüge aus Südkirchen, Nordkirchen und Capelle zu sehen.© Fotos: Marie Rademacher
Feuerwehrmänner in Aktion gab es am Samstag bei der Übung der Löschzüge aus Südkirchen, Nordkirchen und Capelle zu sehen.© Fotos: Marie Rademacher
Vor allem richtiges Verhalten bei starker Rauchentwicklung sollte geübt werden.© Fotos: Marie Rademacher
Die alte Molkerei in Südkirchen war am Samstag Schauplatz für die Feuerwehrübung der drei Löschzüge.© Fotos: Marie Rademacher
Die Feuerwehrübung in Südkichen zog einige Zuschauer an.© Fotos: Marie Rademacher
Alle Vermissten wurden aus der alten Molkerei gerettet - bei der Feuerwehrübung am Samstag ging alles glatt über die Bühne.© Fotos: Marie Rademacher
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„Das ist jetzt noch ein bisschen chaotisch, aber das ist auch völlig normal“, sagt Wehführer Christian Leßmann schaut mit zufriedenem Nicken an dem Gebäude der alten Molkerei in Südkirchen hinauf. Am Samstag  handelte es sich bei dem Einsatz, zu dem alle drei Löschzüge aus Südkirchen, Nordkirchen und Capelle anrückten, nur um eine Übung.

Folgendes Szenario hatte sich Thomas Quante, der Löschzugführer von Südkirchen, unterstützt von der Phantasie des Nordkirchener Bürgermeisters Dietmar Bergmann ausgedacht, wie Letzterer an der Einsatzstelle berichtete: „Ich war mit Josef Klaas und Peter Badde vom Bauamt in der alten Molkerei - wir wollten schon mal ein bisschen planen, was man aus diesem Gebäude alles machen kann“, so der Bürgermeister. Er war der einzige, der sich aus dem Gebäude retten konnte, das plötzlich Feuer gefangen hatte. Der Alarm ging um 14 Uhr bei der Einsatzstelle ein - nur sechs Minuten später rollte der Wagen der Südkirchener Feuerwehr an der Einsatzstelle ein, die Fahrzeuge aus den anderen Ortsteilen folgen wenige Zeit später. „Wenn Personen in Gefahr sind, werden immer alle drei Löschzüge angefordert“, erläuterte Christian Leßmann. Normalerweise hätte auch noch die Drehleiter aus Lüdinghausen angefordert werden müssen, aber da es sich am Samstag nur um eine Übung handelte, verzichtete man darauf. Wichtig war es den Löschzugführern und dem Wehrführer vor allem, das richtige Verhalten bei starker Rauchentwicklung im Gebäude (am Samstag durch eine Rauchmaschine wie man sie aus der Disko kennt nachgestellt) zu üben und sich ein sinnvolles Schlauchmanagement zunutze zu machen. „Für uns ist es natürlich immer gut, wenn wir ein Objekt haben, an dem wir auch richtig üben, also auch Wasser, Rauch usw. einsetzen können“, so Thomas Quante. Dies war bei der leer stehenden Molkerei gegeben, wobei die Größe des Gebäudes und der verwinkelte Aufbau doch auch viele Schwierigkeiten bargen.

Mit Verlauf und Ergebnis der Übung am Samstag konnten dann schließlich alle zufrieden sein. Die vermissten Personen wurden aus dem Gebäude gerettet, der Brandherd wurde gefunden und gelöscht. „Alles sauber“, verlautete es über Funk und die Übung war erfolgreich abgeschlossen.

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