Feuerwerk zu Silvester ist auch in Nordkirchen nicht verboten in diesem Jahr. Die Gemeinde richtete aber an alle den Appell, sich zurückzuhalten. © picture alliance / dpa
Silvester 2020

Feuerwerk an Silvester: Das sind die Regeln in Nordkirchen

Dieses Silvester wird so wie keines zuvor: Es gelten Kontaktbeschränkungen und Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Was sind darüber hinaus die Regeln in Nordkirchen?

Nicht mehr lange, dann endet das Jahr 2020. Das Jahr, das von der Corona-Krise dominiert wurde. Auch die Silvesternacht wird dieses Jahr durch die Pandemie und durch die zur Eindämmung derselben erlassenen Regeln anders ausfallen als sonst – auch in Nordkirchen.

Den Kommunen in NRW steht es frei, ob sie an bestimmten öffentlichen Plätzen oder Straßen ein Verbot für das Zünden von Feuerwerkskörpern verhängen. In der Gemeinde Nordkirchen gibt es solche Verbote allerdings nicht, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann auf Anfrage der Redaktion erklärt. „Wir haben hier einfach nicht diese typischen Plätze“, sagt er. Auch größere Kommunen wie beispielsweise Selm oder Lünen haben auf ein solches Verbot verzichtet. Mit der gleichen Begründung: Anders als in großen Städten wie in Köln oder Düsseldorf gebe es hier einfach keine Plätze, an denen es an Silvester regelmäßig zu großen Ansammlungen kommt.

Bergmann: „Ziel ist einfach, dass sich die Leute insgesamt etwas zurücknehmen“

Vor allem in diesem Jahr nicht: Denn auch an Silvester gelten die in der Coronaschutzverordnung vorgegeben Kontaktbeschränkungen. Auf der Homepage der Landesregierung NRW heißt es dazu: „An Silvester und am Neujahrstag gilt: Private Treffen im öffentlichen Raum sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt zu reduzieren. Maximal dürfen sich aber fünf Personen treffen, wobei Kinder bis einschließlich 14 Jahre bei der Berechnung der Personenzahl nicht mitzählen.“

Im öffentlichen Raum gilt außerdem noch bis zum 10. Januar, dass der Verzehr von alkoholischen Getränken in der Öffentlichkeit untersagt ist. Und: Laut NRW-Verordnung gilt in diesem Jahr auch das Verbot, Feuerwerkskörper zu verkaufen. Ob sich die Nordkirchener Händler daran halten, wird im Rahmen der üblichen Kontrollen auch überprüft, erklärt der Bürgermeister.

Wer noch Böller oder Raketen zu Hause hat, darf sie im privaten Bereich auch in diesem Jahr zünden. Aber es gibt zumindest einen dringenden Appell des Landes, an diesem Silvester darauf zu verzichten. „Damit können Verletzungen vermieden werden, die das derzeit ohnehin sehr stark belastete Gesundheitssystem zusätzlich in Anspruch nehmen würden“, erklärt die Landesregierung.

Was darf man, was darf man nicht – darum ginge es aber gar nicht in erste Linie, so Dietmar Bergmann. Sondern vielmehr um die gesellschaftliche Verantwortung jedes einzelnen. „Ziel ist einfach, dass sich die Leute insgesamt etwas zurücknehmen. Es geht um die Gesundheit“, so der Nordkirchener Bürgermeister.

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Marie Rademacher

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